Uhr -

Nach WM-Aus: Ex-HSV-Star kriegt viel Hass ab und deutet Rücktritt an

So hatten er und die Türkei sich dieses WM-Turnier nicht vorgestellt. Nach bereits zwei absolvierten Partien, haben die Türken keine Chance mehr, das Sechzehntelfinale zu erreichen. Kapitän und Ex-HSV-Star Hakan Calhanoglu zeigte sich nach der 0:1-Niederlage gegen Paraguay dementsprechend schwer enttäuscht. „Wir sind alle traurig“, sagte der Kapitän, nachdem die Türkei ihre großen WM-Träume vorzeitig begraben musste: „Ich will mich einfach nur bei unseren Fans bedanken, die hierher gekommen sind, die uns zu Hause unterstützt haben. Gleichzeitig möchte ich mich bei ihnen entschuldigen.“ Im ersten Gruppenspiel hatte es eine 0:2-Pleite gegen Australien gegeben. Im Netz erntete der 32-Jährige nach dem WM-Aus viel Hass und Häme. Unter seinem letzten Instagram-Beitrag finden sich zahlreiche Beleidigungen, die sich an den ehemaligen Hamburger richten. Viele Türken scheinen extrem enttäuscht zu sein von der Leistung ihrer Nationalmannschaft.

„Die Erwartungen waren hoch“, sagte Calhanoglu: „Aber ich bin stolz auf meine Teamkollegen, weil jeder sein Bestes versucht hat.“ Selbst mit 45 Minuten Überzahl war es den Türken nicht gelungen, einen Treffer zu erzielen. „Jeder wollte unserem Land etwas geben“, betonte Calhanoglu. Man habe gegen Paraguay und auch gegen Australien „viel versucht, aber wir hatten auch ein bisschen Pech“.
Der 32-Jährige richtete aber auch den Blick nach vorne. Die Türkei habe eine junge Generation an Spielern, die „noch viele Turniere“ vor sich hätten. „Für mich war es vielleicht das letzte, das weiß man nie“, sagte Calhanoglu. Das abschließende Spiel gegen die USA solle das Team nun „so gut wie möglich“ bestreiten, betonte er. Die Partie gegen Paraguay müsse vergessen werden, doch „das ist nicht leicht“. 24 Jahre hatte die Türkei auf eine WM-Teilnahme warten müssen.