Bericht: Neue Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Mario Vuskovic
Im Fall Mario Vuskovic gibt es eine neue Entwicklung abseits der Sportgerichte: Die Hamburger Staatsanwaltschaft beschäftigt sich offenbar wieder aktiv mit dem Dopingkomplex um den gesperrten HSV-Liebling. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ sind die Ermittlungen erneut angelaufen, weil die Behörde Hinweise auf weitere Ansatzpunkte sieht. Welche Spuren nun geprüft werden, bleibt offen – die Staatsanwaltschaft äußerte sich gegenüber der Zeitung dazu nicht im Detail.
Hintergrund: Vuskovic hätte das Verfahren gegen Zahlung einer Geldauflage beenden können. Laut dem „Abendblatt“ ging es hierbei um einen Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich. Der Kroate ließ die Frist jedoch verstreichen und zahlte nicht. Aus seinem Umfeld heißt es seit Langem, dass er den Dopingvorwurf entschieden zurückweist und sich deshalb auch nicht auf eine solche Lösung einlassen wollte.
Jetzt muss die Staatsanwaltschaft entscheiden, wohin die neuen Ermittlungen führen. Am Ende kann das Verfahren eingestellt werden – möglich ist aber auch eine Anklage und damit ein Strafprozess. Für Vuskovic gilt dabei die Unschuldsvermutung. Strafrechtlich reicht der umstrittene positive Test allein nicht automatisch für eine Verurteilung. Seine sportliche Perspektive beim HSV ist davon zunächst getrennt: Ab dem 15. November darf der Innenverteidiger wieder für den HSV spielen.
