Bosse erklären: Darum bleibt Cardoso doch Trainer der HSV-Frauen
Als Rodolfo Cardoso im April interimsweise das Ruder der HSV-Frauen von Liése Brancão übernahm, schien es sich nur um eine temporäre Lösung bis zum Saisonende zu handeln. Mit dieser Einstellung ging man beim HSV auch in die Sommerpause. Nun wurde jedoch bekannt gegeben, dass der Argentinier die HSV-Frauen auch in der kommenden Saison trainieren wird. Was hat die Hamburger Verantwortlichen also dazu bewogen, doch mit Cardoso weiterzumachen?
„Wir haben uns bewusst die Zeit genommen, die erste Bundesliga-Saison umfassend aufzuarbeiten und die bestmögliche Entscheidung für die Zukunft unserer Frauenmannschaft zu treffen“, erklärte HSV-Vorstand Eric Huwer. Laut einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ hatte man im Volkspark eigentlich eine Trainerin holen wollen. Dieser Plan scheiterte offenbar jedoch daran, dass es an passenden Kandidatinnen mangelte. „Der Prozess war offen angelegt und es ist kein Geheimnis, dass wir uns intensiv mit unterschiedlichen Profilen beschäftigt haben. Am Ende war jedoch allein entscheidend, wer das bestehende Team und die Neuzugänge schnell zu einer Mannschaft formen und sportlich sowie menschlich am besten weiterentwickeln kann“, so Huwer.
„Unser Ziel ist es, die Mannschaft kontinuierlich weiterzuentwickeln, junge Spielerinnen individuell zu fördern und unsere Spielidee weiter zu schärfen. Rodolfo und sein Trainerteam bringen dafür die fachliche Qualität, die Erfahrung und die Überzeugungskraft mit, die wir für den nächsten Entwicklungsschritt der Mannschaft, aber auch des gesamten Frauenfußballs beim HSV benötigen“, erklärte die HSV-Vorständin Kathleen Krüger. Cardoso selbst zeigte sich sehr glücklich, das Vertrauen erhalten zu haben, auch weiterhin an der Seitenlinie der HSV-Frauen zu stehen: „Ich liebe einfach Fußball. Die Zusammenarbeit mit den Spielerinnen, dem Staff und allen Beteiligten hat mir von Beginn an große Freude bereitet. Deshalb freue ich mich sehr darauf, diesen Weg gemeinsam fortzusetzen, die Neuzugänge kennenzulernen und die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen.“
