Kaum Transfers: Warum HSV-Boss Huwer „alle beruhigen“ kann
So richtig ins Rollen ist das Transfer-Karussell beim HSV noch nicht gekommen. Während andere Konkurrenten bereits den ein oder anderen Transfer getätigt haben, steht bei den Rothosen seit der Verpflichtung von Albert Grønbæk kein weiterer Deal auf der Habenseite. Im „Hamburger Abendblatt“ äußert sich Finanzvorstand Eric Huwer deshalb zur Kadersituation. „Ich habe jeden Tag mit Claus (Costa; d. Red.) telefoniert und kann jeden Fan beruhigen: Gemeinsam mit Sebastian Dirscherl (Chefscout; d. Red.) telefoniert Claus zu Hause die Akkus reihenweise leer“, versucht der 42-Jährige zu beschwichtigen. Und verweist auf die wirtschaftliche Lage des Vereins. „Die Sache ist die: Wir könnten frühzeitig Verlässlichkeit haben, dann allerdings zu dem einen oder anderen Mondpreis.“
Huwer stellt klar: „Der neue HSV ist nicht bekannt dafür, Mondpreise zu zahlen.“ Generell sei man bei den Rothosen schon gewillt, Geld in die Hand zu nehmen, um den Kader qualitativ zu verstärken. „Wir bekommen den einen oder anderen Transfer in den nächsten Wochen finalisiert – allerdings zu unseren Vorstellungen“, weist Huber hin. Momentan steht noch ein Transferminus von geschätzten 3,2 Millionen Euro (laut transfermarkt.de) in den Büchern. Um den nächsten neuen Spieler zu finden, schauen sich die HSV-Bosse deshalb nicht nur in den europäischen Ligen um, sondern auch bei der aktuell laufenden Weltmeisterschaft. „Natürlich gibt es den einen oder anderen Spieler, den wir auf dem Radar haben. Wir schauen uns die Spiele ganz genau an“, sagt Huwer.
Die Erwartung der Fans kann der Manager verstehen. „Im Moment stellen wir fest, dass der Transfermarkt noch nicht so in Bewegung ist. Das ist für uns selbst ein Stück weit ernüchternd. Mal schauen, wie sich das nach der Gruppenphase entwickelt.“ Panik kommt im Volkspark jedoch nicht auf. Denn Huwer ist sich sicher: „Ich kann alle beruhigen: Bis Ende August werden wir eine Mannschaft ins Feld jagen, die in der Lage sein wird, drei Mannschaften hinter sich zu lassen.“
