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Trinkpausen bald in Europa? HSV-Trainer Polzin zieht WM-Bilanz

Genau eine Woche ist das Finale der Weltmeisterschaft in Nordamerika nun her. Genug Zeit für HSV-Trainer Merlin Polzin, um eine persönliche WM-Bilanz zu ziehen. Die Neuheiten, die bei dem Turnier eingeführt wurden, haben den Coach der Rothosen nur bedingt überzeugt. „Es wurde bereits genug darüber gesprochen, dass teilweise die Regelauslegung, gerade wie sie bei Roten Karten stattgefunden hat, nicht im Sinne des Fußballs ist“, erklärte Polzin im Interview mit Sport1. Und weiter: „Ob man eine Halbzeitshow über 30 Minuten braucht, wage ich auch zu bezweifeln, um den Fußball so zu lassen, wie er ist, so wie er auch allen Menschen auf der Welt gefällt. Dafür sollten wir uns einsetzen und kämpfen.“ Dennoch betont Polzin, dass ihm die Spiele Spaß bereitet und einige Stunden Schlaf gekostet hätten.

Angesprochen auf die von der FIFA neu eingeführten Trinkpausen erklärte Polzin: „Es sollte im Sinne der Spieler gehandelt werden. Wir stehen nur als Trainer am Rand, die Jungs von beiden Mannschaften geben auf dem Feld alles. Und wenn es dabei hilft, dass Leistungen stabiler und besser und vor allem auch gesünder gezeigt werden können, dann sollten wir das alle unterstützen.“ In Zukunft könnte sich der Cheftrainer der Hamburger durchaus eine Implementierung der neuen Regeln auch in Europa vorstellen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass sich der DFB und die DFL dazu in einem guten Austausch befinden und eine passende Lösung für uns alle finden“, so Polzin. Sowohl die UEFA als auch die Bundesliga hatten sich vor Kurzem noch gegen eine Einführung der Trinkpause ausgesprochen.