Kurios: Warum ein Ex-HSV-Profi ohne Medizincheck zu Schalke wechselte
Hee-chan Hwang zeigte sich begeistert, als er am Dienstagabend als neuer Spieler von Schalke 04 vorgestellt wurde. Der Verein habe ihn „in der vergangenen Saison beeindruckt. Ich habe mich jetzt intensiv mit ihrem Spielstil befasst und denke, dass ich gut ins Team passe“, sagte der frühere HSV-Stürmer. „Ich kann es kaum erwarten, nun als Schalke-Spieler diese Atmosphäre in einer ausverkauften Arena zu erleben.“
Daraus wäre aber beinahe nichts geworden. Wie Sportchef Frank Baumann in der „WAZ“ berichtete, war die Leihe des Südkoreaners von den Wolverhampton Wanderers nach Gelsenkirchen erst 35 Sekunden vor Transferschluss um 20 Uhr fix. Weil sich die Möglichkeit für den Wechsel erst kurzfristig ergeben habe, musste alles schnell gehen – sogar auf den üblichen Medizincheck verzichteten die Schalker demnach. „Gegen 17 Uhr war ungefähr klar, dass alle Seiten den Transfer wollten“, sagte Baumann. „Zunächst dachte ich, wir hätten noch genügend Zeit. Dann kamen jedoch technische und organisatorische Schwierigkeiten hinzu. Zeitweise hatten wir das Gefühl, dass der Transfer doch noch scheitern könnte.“
Am Ende klappte es, der Medizincheck folgte einen Tag später. Und der neue Stürmer ist, wie er später sagte, motiviert. „Nach eigener Aussage ist er grundsätzlich einsatzbereit. Ob er bereits am kommenden Wochenende zum Kader gehört, hängt von den Tests und den Eindrücken der nächsten Tage ab. Wir werden nichts Unvernünftiges machen“, erklärte Baumann.
