Kurioser Saisonstart! Ex-HSV-Profi fällt positiv und negativ auf – und wendet sich an Fans
Für den HSV startete die Bundesligasaison auf dem Platz bisher verhältnismäßig ruhig. Das 0:2 gegen Borussia Dortmund war weder ein überraschender Ausreißer nach unten noch nach oben. Für einen einzelnen ehemaligen HSV-Profi boten die ersten beiden Spiele derweil bereits ordentlich Feuer. Josha Vagnoman stand beim VfB Stuttgart bislang vollkommen im Fokus. Am ersten Spieltag erzielte er das erste Stuttgart-Tor der Saison. Anschließend jubelte er dem Finger vor dem Mund und ließ seine Kritiker „verstummen“. Unglücklich war, dass er fünf Minuten später per Lehrbuch-Slapstick-Eigentor auch in den eigenen Kasten traf. Am Ende hatte das Eigentor keinen großen Einfluss auf die 5:1-Niederlage.

Doch auch im zweiten Saisonspiel gegen den 1. FC Köln sollte Vagnoman von Beginn an im Fokus stehen. Erst vergab er eine 100-prozentige Chance per Volley auf das nahezu leere Tor, wenig später bereitete er das 1:0 für Bilal El Khannous vor, der den VfB durch ein Traum-Solo in Führung brachte. Und auch den Schlusspunkt setzte Vagnoman. In der 90. Minute nahm er sich aus der Distanz mit einem Volley das Herz – und ballerte die Kugel mit einem Traumtor ins Netz. Es folgte erneut ein Jubel mit leicht provokantem Beigeschmack. „Lasst sie reden“, könnte man die Geste interpretieren, die der Ex-HSV-Spieler mit der Hand darstellte. In der vorigen Woche hatten Wechselgerüchte rund um den Rechtsverteidiger die Runde gemacht. Bislang dürfte Stuttgart glücklich sein, dass dieser Wechsel nicht zustande kam. Mit drei Scorern ist Vagnoman bislang VfB-Topscorer und der Mittelpunkt des Geschehens, wobei das Positive definitiv überwiegt. Beim 4:1 gegen Köln traf mit Ermedin Demirovic auch noch ein zweiter Profi mit HSV-Vergangenheit.
