Nach dem Tod des HSV-Investors: Kühne-Anteile verkauft
Bereits vor seinem Tod hat die Dachgesellschaft des HSV-Investors Klaus-Michael Kühne ein Drittel ihrer Anteile am Hamburger SV verkauft. Zuvor hielt die Kühne Holding 13,5 Prozent an der Profifußball-Gesellschaft HSV Fußball AG & Co. KGaA. Wie „Bild“ und das „Hamburger Abendblatt“ berichten, wurden davon nun 4,5 Prozent an die „Hanse & Raute GmbH“ übertragen, deren Geschäftsführer Aufsichtsratsmitglied Hans-Walter Peters ist.
Vorstand Eric Huwer bestätigte diesen lange vorbereiteten Deal. „Der HSV bekommt eine vereinfachte und klarere Gesellschafterstruktur. Das begrüßen wir“, sagte er. „Der e. V. bleibt faktisch, nicht nur formal, der einzige Ankergesellschafter. Das stärkt die Legitimation gegenüber den Mitgliedern.“ Der Mutterverein Hamburger SV e. V. hält rund 75 Prozent der Anteile an der HSV Fußball AG. Die Kühne Holding ist immer noch der zweitgrößte Gesellschafter, hält aber erstmals seit 2016 wieder weniger als zehn Prozent. Mit der Sparda-Bank, der HanseMerkur-Versicherung, der „Hanse & Raute GmbH“ sowie der Kühne Holding hat der Verein nun neben diversen Kleinaktionären noch vier ähnlich starke Anteilseigner, von denen die Kühne Holding auch weiterhin einen Platz im Aufsichtsrat hat.
