„Gut gemacht“: Mainz-Trainer verteidigt provokanten Königsdörffer-Jubel

Knapp eine Woche, nachdem Ex-HSV-Stürmer Ransford Königsdörffer seinen Treffer zum 0:5 gegen den HSV provokant bejubelt hat, macht das Thema immer noch Schlagzeilen. Nun hat der Mainzer Trainer Urs Fischer den umstrittenen Jubel seines Stürmers beim Duell mit dessen Ex-Verein verteidigt. „Ich habe für mich überlegt, wie hätte ich gejubelt? Da finde ich: Eigentlich hat er es noch gut gemacht“, sagte Fischer bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Königsdörffer hatte am vergangenen Sonntag bei seiner Rückkehr ins Volksparkstadion den Treffer zum 5:0-Endstand erzielt und anschließend provokant Richtung HSV-Fans gejubelt. Bei seiner Einwechslung in der 68. Minute hatte es schon Pfiffe gegen ihn gegeben. Der Angreifer nannte in einem Interview der „Allgemeinen Zeitung“ Beleidigungen gegen seine Person als Motiv. Hauptgrund sei demnach gewesen, „dass ich ein Jahr lang wöchentlich bis täglich Nachrichten erhalten habe, in denen mir der Tod gewünscht wurde oder jede denkbare Verletzung“, erklärte er weiter. Es seien rassistische Beleidigungen dabei gewesen, „Beleidigungen gegen meinen Cousin, der gestorben ist, gegen meine Eltern. Das war dann einfach auch eine Reaktion darauf.“ Die Beleidigungen seien alle über Social Media gekommen.

Fischer sagte dazu in aller Deutlichkeit: „Das ist Wahnsinn, dass solche Dinge geschehen. Ins Netz kannst du schreiben, was du willst, bist anonym – das ist verrückt.“ Der Schweizer beantwortete Fragen zu dem Thema und sagte anschließend: „Wir müssen das Thema auch mal abhaken. Er hat sich deutlich geäußert, damit sollte die Geschichte aber auch gegessen sein.“ Bleibt abzuwarten, ob das Thema damit endgültig vom Tisch ist.