Er war ein Bayern-Schreck: Ex-HSV-Profi ist neuer Rostock-Trainer
Einst traf er bei einem legendären HSV-Sieg gegen die großen Bayern, jetzt übernimmt er als Trainer einen Traditionsklub aus dem Osten: André Breitenreiter ist neuer Chefcoach des Drittligisten FC Hansa Rostock. Der Aufsichtsrat, der Vorstand und die sportliche Leitung hätten sich auf den 52-Jährigen als Nachfolger des vor einer Woche freigestellten Daniel Brinkmann verständigt, teilte der Verein mit. Breitenreiter sei „von Beginn an der Wunschkandidat des FC Hansa“ gewesen, hieß es in der Mitteilung.
Die Mecklenburger sind nach sieben Spieltagen Tabellensechster. Nach der Trennung von Brinkmann hatte der Verein in den vergangenen beiden Spielen unter Interimstrainer Yannic Thiel einen Sieg (3:2 gegen den VfB Stuttgart II) und ein Remis (1:1 bei Rot-Weiss Essen) erreicht. Ziel ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga.
André Breitenreiter ist neuer Rostock-Trainer
„André Breitenreiter verfügt über viel Erfahrung im deutschen Profifußball und hat in seiner Laufbahn sehr unterschiedliche sportliche Situationen erlebt“, sagte Fußball-Direktor Amir Shapourzadeh. „In unseren Gesprächen haben wir festgestellt, dass sich seine Fußballphilosophie sehr mit unserer deckt.“
Breitenreiter meinte: „Ich spüre hier positive Energie und möchte mit vollem Einsatz meinen Teil dazu beitragen, gemeinsam ein erfolgreiches neues Kapitel aufzuschlagen.“
Zuletzt hatte er bis April 2025 Hannover 96 trainiert. Seine größten Trainererfolge waren die Bundesliga-Aufstiege 2014 mit dem SC Paderborn und 2017 mit Hannover 96 sowie der Gewinn der Schweizer Meisterschaft mit dem FC Zürich. Außerdem trainierte er Schalke 04, die TSG Hoffenheim und den damaligen englischen Zweitligisten Huddersfield Town.
Breitenreiter traf für den HSV doppelt gegen Bayern München

Als Spieler war der frühere Stürmer für Hannover, den HSV, den VfL Wolfsburg und die SpVgg Unterhaching aktiv. 1992 gewann er mit 96 als Zweitligist den DFB-Pokal.
Beim HSV erinnern sich noch viele Fans an Breitenreiters Tor 1996 beim 2:1-Heimsieg gegen Bayern München. Zudem hatte er 1994 bei seinem Bundesliga-Debüt beim 1:1 in München getroffen. Es waren zwei seiner ingesamt zwölf Tore für Hamburg in 71 Erstliga-Spielen bis 1997.
