Shisha-Eklat: Ex-HSV-Juwel Janelt spricht über DFB-Rauswurf
Seit 2014 wartet der HSV darauf, einen deutschen Nationalspieler aus den eigenen Reihen zu stellen. Zuletzt schaffte es Marcell Jansen ins höchste DFB-Aufgebot. Drum geht die Aufmerksamkeit in Hamburg vermehrt auf ehemalige Spieler, die man auf ihrem Weg in die Nationalmannschaft begleitet hat. So der Fall bei Vitaly Janelt. Der 28-jährige Mittelfeldakteur vom FC Brentford gehört zu den Klopp-Überraschungen. Für vier Jahre durchlief er die HSV-Jugend (kürzlich sprach er über eine mögliche Rückkehr), ehe er zu RB Leipzig wechselte. Dort nahm seine Zeit ein unschönes Ende. 2016 hatte Janelt im Rahmen der U19-Europameisterschaftsqualifikation für einen DFB-Eklat gesorgt. Gemeinsam mit Teamkollege Idrissa Toure hatte Janelt auf dem Hotelzimmer eine Shisha genutzt, die mutmaßlich der Grund für einen Brand gewesen sein soll.

Der DFB schickte die beiden Unruhestifter nach Hause. Auch bei RB wurde Janelt aus dem Mannschaftstraining ausgeschlossen, musste die höchstmögliche vereinsinterne Strafe im fünfstelligen Bereich blechen und soziale Arbeit verrichten. Mittlerweile führt das ehemalige HSV-Talent ein deutlich unscheinbareres Fußballerleben in England. Im Rahmen seiner DFB-Nominierung sprach er nun über die Geschehnisse von vor ziemlich genau zehn Jahren. „Am Ende des Tages bin ich jetzt zehn Jahre älter als damals, habe eine kleine Tochter. Jeder wird irgendwann erwachsen. Ich muss gar nicht viel dazu sagen. Gerade Jungs – Frauen sind da ruhiger, was scheiße bauen angeht“, erklärte Janelt in Herzogenaurach. „Jeder muss seine Lehren daraus ziehen. Ich habe das schnell erkannt und bin darüber glücklich. Was war, das war.“
