Die Gerüchte um einen Wechsel im Sommer zum FC Barcelona für die festgeschriebene Ablöse in Höhe von 25 Millionen Euro hat Ex-HSV-Profi Jonathan Tah selbst angeheizt. Es sei ein „überragender Verein. Ich glaube, jeder junge Fußballer würde lügen, wenn er behaupten würde, dass Barca keine reizvolle Aufgabe wäre.“ Nun reagierte Leverkusens Trainer Heiko Herrlich: „Man darf seine Aussagen nicht fehlinterpretieren: Er wurde gefragt, was seine Ziele sind und ob der FC Barcelona ein interessanter Verein sei – einem jungen Spieler darf man da keinen Strick draus drehen.“ Beim HSV würde man sich über einen Transfer sicher freuen, zehn Prozent des Transfergewinns müsste Bayer nach Hamburg weiterreichen.

In Kaiserslautern war Gerry Ehrmann der große Mentor und Förderer von Julian Pollersbeck, machte ihm zum Profi-Keeper und U21-Europameister. Doch jetzt hat der Torwart-Trainer von Zweitligist Kaiserslautern ein vernichtendes Urteil über den 23-Jährigen gesprochen, der beim HSV nur noch die Nummer drei ist. „Ich habe kein Mitleid mit Julian. Er denkt, er habe es nicht nötig. Er ist zu bequem und hat sehr wenig Eigenantrieb. Julian fehlt es an Selbstkritik. Du musst ihn zu seinem Glück zwingen“, sagte Ehrmann bei Sport1 und verriet: „Ich habe gehört, dass er in Hamburg um die Häuser ziehen soll. Wenn das bei mir passiert wäre, dann hätte er am nächsten Tag so trainiert, dass er dafür zu müde gewesen wäre. Er ist nicht grundlos dritter Torwart beim HSV, da kommt Hochmut vor dem Fall“, findet Ehrmann. „Wenn Julian richtig hart trainiert, dann ist das alles in Ordnung, von der Körpergröße her und fußballerisch. Aber man muss ihm zweimal die Woche den Arsch aufreißen, weil er von sich aus nichts macht.“ Daher, so Ehrmann, sei Pollersbeck gegen Mathenia „nicht in der Lage, sich im Konkurrenzkampf zu wehren. Wenn man so verantwortungslos mit seinem Job umgeht, ist das traurig. Ich habe dafür kein Verständnis.“

Es ist ja klar, dass sich Uwe Seeler angesichts der sportlich einmal mehr bedrohlichen Lage große Sorgen um seinen HSV macht. „Ich sehe keine Entwarnung. Wir müssen uns daran gewöhnen“, sagte das 81-jährige Klub-Idol bei Sky Sport News HD. Zumindest hat er viel Freude an Fiete Arp (17) hat: „Ich habe nichts dagegen, dass er der neue Seeler wird. Ganz im Gegenteil – ich wünsche es ihm!“

Nach Emir Spahic könnte bald ein weiterer Innenverteidiger aus Bosnien-Herzegowina beim HSV spielen. Zumindest, wenn man Berichten aus polnischen Medien Glauben schenken mag. Demnach sollen die Hamburger genau wie Werder Bremen Interesse an Adnan Kovacevic (24) haben. Der 1,89-Meter-Mann steht noch bis 2019 beim polnischen Erstligisten Korona Kielce unter Vertrag. Dort ist er Stammspieler. Sein Marktwert liegt laut transfermarkt.de bei 500.000 Euro.

Adnan Kovacevic spielt bei Korona Kielce in Polen. (Foto: Imago)