Hoffmann: „Wir sind unabhängig von Herrn Kühne“

Am Mittwoch verlängerte Bernd Hoffmann seinen Vertrag bis 2021 als Vorstandsvorsitzender und zementierte damit seine Macht. Das Amt des Präsidenten gab er mit sofortiger Wirkung ab. Jetzt spricht der 55-Jährige über seine Vertragsverlängerung und seine Pläne für die Zukunft. Der Vorstandsvorsitzende über…

Kühne: Ich habe mit Herrn Kühne noch nicht darüber gesprochen. Er ist ein verlässlicher Ansprechpartner, wir sind mit ihm im ständigen Austausch und hatten bislang eine gute Zusammenarbeit. Es ist aber nicht nötig, wirtschaftliche Hilfe von Herrn Kühne in Anspruch zu nehmen. Wir sind in dieser Hinsicht unabhängig von ihm. Herr Kühne ist froh darüber, dass die sportliche Situation zufriedenstellend ist.

das Stadt-Derby: Die Vorbereitungen laufen. Für uns ist es ein besonderes Spiel, aber am Ende gibt es auch nur drei Punkte zu gewinnen.

finanzielle Sorgen: Wir werden auch im kommenden Jahr die Lizenz wieder beantragen müssen. Wir arbeiten daran, dass wir diese ohne Auflagen erhalten.

seine Agenda: Es wird darum gehen, die sportlichen Ziele zu verfolgen und diese auch wirtschaftlich machbar zu machen. Wir müssen unseren Blick auf die kommende Saison werfen. Wir haben zwei auslaufende Verträge im Bereich Trikotsponsoring und des Stadionnamens. Aber wir sind aktuell auf einem guten Weg, haben uns beim Budgetprozess für diese Saison bereits mit der kommenden Spielzeit beschäftigt. Seit der ersten Aufsichtsratssitzung in meinem Beisein, waren von 50 Logen nur fünf belegt, jetzt sind wir bei 47. Das ist nur ein Teilbereich, in dem wir Erfolge zu verbuchen haben.

Erfahrung in der Rolle: Ich hatte sieben Jahre Zeit, um meine Zeit und Fehler aufzuarbeiten. Ich hoffe, dass wir als Team und besonders ich, vieles richtig machen kann. Ich bin natürlich gereift.

die operative Führung: Ich habe das Gefühl, dass bei uns im Volkspark etwas entsteht. Wir arbeiten im Vorstand Hand in Hand. Auf dieser bisherigen Zusammenarbeit lässt sich für die kommenden Jahre aufbauen.

seinen Aufstieg: Ich wollte vom ersten Tag an einen Einfluss beim HSV ausüben. Und die einzige Möglichkeit war über das Präsidium des HSV e.V. Diesen Weg haben wir eingeschlagen. Mit dem Aufsichtsrat, der mir am Anfang neutral gegenüberstand, haben wir entscheidende Schritte gemacht. Wenn mir dann dieser Aufsichtsrat diesen Schritt anbietet, ist es ein Vertrauensbeweis.

die Tabellenführung: Das gibt uns Rückenwind und natürlich auch eine gewisse Ruhe. Wir dürfen uns aber nicht darauf ausruhen. Jeder Spieltag ist eine große Herausforderung.

Pläne für die Zukunft: Wir wollen sportlich und wirtschaftlich wieder erfolgreich sein. Wir haben viele Dinge auf den Weg gebracht. Dazu gehört das Lizenzsierungsverfahren und die Reduzierung der Kaderkosten. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir uns noch im Krisenmodus befinden. Wir müssen besonders wachsam sein -auch sportlich.

das abgegebene Präsidentenamt: Ich musste das Amt abgeben, aber die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Die Themen, die wir in den letzten Monaten angestoßen haben, führen die bisherigen Vize-Präsidenten fort. Ich werde mich aber im Vorstand weiterhin für die Belange des e.V. einsetzen.

Vertragsverlängerung: Es freut mich natürlich sehr. Wir haben in den letzten Monaten sehr viel und sehr erfolgreich zusammengearbeitet.