Das plötzliche Karriereende von Ex-HSV-Stürmer Artjoms Rudnevs kam auch für Lettlands Nationaltrainer Aleksandrs Starkovs überraschend. „Ich wusste vorher nichts über Artjoms Entscheidung, mit dem Fußballspielen aufzuhören“, sagte Starkovs vor dem anstehenden WM-Qualifikationsspiel auf den Faröer über den 29 Jahre alten Ex-Nationalspieler. „Es war eine Überraschung für mich. Ich dachte nicht, dass er kurz vor dem Karriereende steht.“ Der 1. FC Köln hatte Ende vergangener Woche den eigentlich bis 30. Juni 2019 laufenden Vertrag mit Rudnevs auf Wunsch des Spielers aufgelöst. Nach Vereinsangaben hat „Rudi“ persönliche Probleme, auf die der Klub nicht näher einging. Rudnevs selbst äußerte sich bislang nicht zu den Gründen.

Schöner Saison-Abschluss für Artjoms Rudnevs. Mit Lettland hat er den Baltic Cup gewonnen. Rudnevs stand beim 2:1 gegen Litauen und 0:0 gegen Estland insgesamt 167 Minuten auf dem Platz, steuerte ein Tor bei. Für den Sieg beim Baltic Cup gab es einen ziemlichen fetten Pokal, den „Rudi“ stolz bei Instagram zeigte. Dazu schreibt er: „Unser Pokal! Jetzt startet mein Urlaub.“

Im Schatten der grausamen Ereignisse in Paris wurde gestern Abend auch anderswo Fußball gespielt. So kam Artjoms Rudnevs, beim HSV aussortiert, für Lettland zum Einsatz. Der Angreifer wurde in Belfast nach 59 Minuten eingewechselt, konnte die 0:1-Niederlage bei EM-Teilnehmer Nordirland aber nicht verhindern. Dennoch positiv für „Rudi“, mal wieder auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln zu können.

Verzichten muss die U23 des HSV heute in Oldenburg auf die Hilfe von Artjoms Rudnevs. Der bei den Profis aussortierte Angreifer hatte zuletzt gegen Rehden (3:0) und Lübeck (2:2) auf eigenen Wunsch im Regionalliga-Team ausgeholfen und in beiden Spielen ein Tor erzielt. Nun wurde „Rudi“ für das Länderspiel der Letten am Freitag in Nordirland nominiert.