Mit seinem zehnten Saisoneinsatz morgen in Gladbach hätte sich Tasuya Itos auslaufender Vertrag beim HSV automatisch um ein Jahr verlängert – doch das spielt keine Rolle mehr, denn der kleine Japaner hat heute einen neuen Profi-Vertrag bis 2021 unterschrieben! Schon länger hatte sich Sportchef Jens Todt darum bemüht, den 20-jährigen Shooting-Star, der 2015 aus seiner Heimat in den HSV-Nachwuchs gewechselt war, längerfristig an den Verein zu binden. Das hat jetzt geklappt. „Tatsuya hat in dieser Saison eine großartige Entwicklung hingelegt. Wir freuen uns sehr, dass wir einen weiteren talentierten Spieler aus unserem Nachwuchs an die Bundesliga heranführen konnten und er nun die nächsten Schritte seiner Karriere mit uns gehen wird“, so Jens Todt.

Jens Todt freut sich über die Vertragsverlängerung von Tatsuya Ito. (Foto: Witters)

Der HSV hat den 2018 auslaufenden Vertrag mit seinem Nachwuchs-Chef, Direktor Sport Bernhard Peters (57), bis 2020 verlängert. „Ich freue mich, dass Bernhard Peters seine erfolgreiche Arbeit für den HSV fortsetzt“, sagt Boss Heribert Bruchhagen: „Das ist für unseren Klub eine gute Entscheidung, da es Bernhard Peters gelungen ist, dem HSV hochqualifizierte Mitarbeiter zu erhalten und den gesamten Nachwuchsbereich positiv zu entwickeln. Die Ergebnisse sprechen für ihn und alle Mitglieder seines Teams.“ Peters sagte: „Wir haben gemeinsam einige gute Entwicklungsschritte gemacht. Aber im Leistungssport musst du immer einen Meter weiter springen als die Konkurrenz, wenn du erfolgreich sein und bleiben willst. Diese nächsten Schritte müssen wir nun angehen.“ Peters ist seit 2014 im Amt.

Die Vorstände Frank Wettstein (l.) und Heribert Bruchhagen (r.) freuen sich über die Vertragsunterschrift von Bernhard Peters. (Foto: hsv.de)

Der frühere Profi Bernd Wehmeyer, Europapokalsieger und dreimal Meister mit dem HSV, hat seinen im Januar 2018 auslaufenden Vertrag als Klub-Manager laut „Bild“ bis zum Ende der Saison 2018/19 verlängert. Der 65-Jährige gilt als enger Vertrauter von Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen, der sein Arbeitspapier per einseitiger Klausel ebenfalls bis 2019 verlängern könnte.

Aaron Hunt war beim HSV eigentlich schon aussortiert, hat sich aber zurückgekämpft und ist derzeit wieder eine feste Größe im Team von Markus Gisdol. Wie erlebt er die persönliche Achterbahnfahrt? „Die letz­ten Jahre waren aber ja ge­ne­rell nicht son­der­lich pri­ckelnd. Für mich geht‘s ein­fach darum, es mir selbst zu be­wei­sen. Ich habe einen ge­wis­sen An­spruch an mich sel­bst, dem will ich jeden Tag ge­recht wer­den. Auch wenn ich schon ewig dabei bin: Ich bren­ne immer noch so wie da­mals – als ich 18 war“, versicherte Hunt in der „Bild“. Im Sommer läuft sein Vertrag aus. Wie geht es dann für ihn weiter? „Grund­sätz­lich kann ich mir na­tür­lich vor­stel­len, zu blei­ben. Aber es gab noch kei­nen Aus­tausch zwi­schen dem Ver­ein und mir. Wir haben wich­ti­ge Spie­le vor der Brust. Das steht für uns alle im Vor­der­grund.“

Wie geht’s weiter in der Chefetage des HSV? Der Vertrag von Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen läuft am Saisonende aus und bislang hält sich der 69-Jährige offen, ob er seine Option zieht und bis 2019 verlängert. „Wir brauchen jetzt keine Vorstands-Diskussion. Bis zum 15. Dezember konzentrieren wir uns ausschließlich auf Sport“, sagte er der „Bild“. Wie die MOPO weiß, wird Finanz-Vorstand Frank Wettstein intern bereits als Nachfolger gehandelt. Bruchhagen kümmert das nicht, er schaut auf den Keller-Krimi am Freitag in Freiburg: „Das Spiel ist jetzt das Wich­tigs­te. Wenn wir da ein Un­ent­schie­den holen oder ge­win­nen, haben wir ganz viel er­reicht. Die Schlagd­is­tanz nach unten muss immer ge­wahrt sein.“ Der HSV würde mit einem Erfolg auf fünf Punkte davonziehen.

Nach Fiete Arp soll ein weiterer 17-Jähriger beim HSV durchstarten. Abwehr-Allrounder Tobias Knost wurde heute mit einem Profivertrag bis 2020 ausgestattet. „Tobias hat eine tolle Entwicklung hingelegt und ist ein Leistungsträger in unserer U19. Zudem konnte er sein Potenzial und seine Dynamik schon im Training und in einigen Testspielen bei den Profis unter Beweis stellen“, sagte Sportchef Jens Todt über Knost, der im Sommer 2014 von TeBe Berlin nach Hamburg wechselte und seitdem die Jugendmannschaften des HSV durchlief.

HSV-Sportchef Jens Todt gratuliert Tobias Knost (r.) zum Profivertrag. (Foto: HSV)