Nun ist es auch offiziell: Christian Titz bleibt auch in der kommenden Saison Cheftrainer des HSV. Er hat heute einen Zweijahresvertrag bis 2020 unterzeichnet. „Christian Titz hat in den vergangenen Wochen und Monaten mit seiner inhaltlich geprägten Arbeit bewiesen, dass er der richtige Mann für unsere sportliche Neuausrichtung ist“, sagte Vorstand Frank Wettstein: „Wir haben uns sehr eng ausgetauscht, was die Trainerfrage betrifft. Wir alle, das heißt Direktor Sport, Aufsichtsrat und ich als Vorstand, sind überzeugt, dass Christian Titz mit seinem Team weiterhin die richtigen Impulse für den HSV setzen wird.“ Titz sagte: „Ich fühle mich wohl in Hamburg und beim HSV und habe immer gesagt, dass ich mir auch ein Engagement über diese Saison hinaus sehr gut vorstellen könnte. Wir alle wissen, dass uns jetzt nach dem Bundesligaabstieg große Herausforderungen in der 2. Bundesliga erwarten. Diesen Aufgaben gilt ab sofort unser ganzer Fokus.“

Die Unterschrift von Christian Titz unter seinen neuen Vertrag beim HSV verzögert sich. „Wir sind uns handelseinig“, versicherte der 47-Jährige, er habe jedoch noch keine Zeit gehabt, da er derzeit Gespräche mit vielen Spielern führe. Die Verlängerung gilt als formeller Akt, nachdem der Verein bereits am Donnerstag bekanntgab, mit Titz auch in die Zweite Liga zu gehen. Am Montag waren letzte Details geklärt worden, der Trainer soll bis 2020 gebunden werden.

Sein Vertrag läuft aus, die Gespräche über eine Verlängerung scheiterten. Doch nachdem Nicolai Müller am vorletzten Spieltag in Frankfurt (0:3) sein Comeback feierte und auch im Saison-Finale gegen Gladbach (2:1) im Kader stand, ist ein Verbleib des 30-jährigen Angreifers beim HSV nicht mehr ausgeschlossen. Die Frage, ob er Müller gern weiterhin im Kader hätte, beantwortet Christian Titz kuru und bündig: „Er ist ein interessanter Spieler.“

Der HSV steht vor einer schwierigen Entscheidung: Sollte sich Fiete Arp gegen das ihm vorliegende Angebot einer Vertragsverlängerung bis 2022 entscheiden, müsste man ihn schon in diesem Sommer verkaufen. Denn ansonsten würde das 18-jährige Sturm-Juwel den Verein 2019 ablösefrei verlassen. Wirtschaftlich nicht tragbar! Allerdings hat sich Arp, dem unter anderem eine Offerte des FC Bayern vorliegt, noch nicht abschließend geäußert – was Trainer Christian Titz positiv stimmt: „Ich will die Hoffnung nicht aufgeben. Wir sind mit ihm regelmäßig im Austausch.“

Das könnte Ärger geben! Douglas Santos, beim HSV mit einem Vertrag bis 2021 ausgestattet, verspürt allen Anschein nach wenig Lust, in der kommenden Saison in der Zweiten Liga zu spielen. So hat der 24-jährige Linksverteidiger seine Berater beauftragt, einen neuen Klub für ihn zu finden. Verhandlungen laufen bereits, mit dem Ziel, die im Sommer 2016 investierte Ablöse in Höhe von 7,5 Millionen Euro wieder einzuspielen. Allerdings zählt der Brasilianer zu den Spielern, die man trotz des Abstiegs und hohen Marktwerts nicht abgeben will.

Dem HSV droht der Abgang von Julian Pollersbeck. Zwar steht der 23-jährige Torwart bis 2021 in Hamburg unter Vertrag, doch wie „transfermarkt.de“ berichtet, kann er bei einem Angebot in Höhe von sechs Millionen Euro dank einer entsprechenden Klausel in seinem Arbeitspapier wechseln. Mit Crystal Palace und West Ham United seien zwei Klubs aus der englischen Premier League an einer Verpflichtung interessiert.

Die Woche beginnt für die Verantwortlichen des HSV mit vielen Gesprächen im Hinblick auf die Zusammenstellung des Kaders für die kommende Zweitliga-Saison. In der niederländischen Tageszeitung „AD“ hat sich Verteidiger Rick van Drongelen zu Wort gemeldet: „Das Ganze ist noch alles sehr frisch, aber im Moment gibt es keinen Grund, mir Gedanken über einen Abschied zu machen. Wenn man die Fans sieht, ist das ein gigantisch großer Klub“, sagte er über den HSV.

Aaron Hunt war nach der Amtsübernahme von Christian Titz ein wichtiger Faktor für den Aufschwung, so etwas wie ein Assistent des Trainers auf dem Platz. Doch der Vertrag des 31-Jährigen läuft aus, er könnte den HSV ablösefrei verlassen. Klar ist, dass Titz ihn gern halten würde. Und nach MOPO-Informationen hat Hunt auch bereits seine Bereitschaft signalisiert, mit dem Klub in die Zweite Liga zu gehen. Den Ausschlag für eine Verlängerung soll auch nicht das Geld, sondern das Festhalten am eingeschlagenen Weg geben. Anfang der Woche sind erste Gespräche geplant.

Die letzten Details mit Trainer Christian Titz über eine Verlängerung des Vertrags werden am Montag geklärt. Und gleiches gilt offenbar auch für den Kapitän! Gotoku Sakai sagte: „Ich habe für mich entschieden, dass ich meinen Vertrag verlängere und mit dem HSV in die Zweite Liga gehe.“ Jetzt muss der Verein eine Entscheidung darüber treffen.