Uhr -

„War einfach alles zu viel“: Ex-Torwart macht ein HSV-Geständnis

Er kam als großes Torwarttalent vom 1. FC Kaiserslautern in die Bundesliga zum HSV. Logischerweise waren die Erwartungen der Fans an Julian Pollersbeck daher groß. Im Interview mit dem „Kicker“ redete Pollersbeck über seine Zeit beim HSV und was dort für ihn falsch lief. „Kaiserslautern war schon eine Weltstadt für mich, aber Hamburg war ein Ort von einem anderen Stern“, erzählte der mittlerweile 30-Jährige. Als frischer U21-Europameister und Shootingstar in der 2. Liga kam Pollersbeck 2017 zu den Rothosen. „Bis dahin bin ich auf einer Welle geschwommen, aber wenn so eine Welle bricht oder gebrochen wird, dann wird es schwierig“, so Pollersbeck. Die vielen Trainerwechsel beim HSV zur damaligen Zeit machten dem zu der Zeit Anfang 20-Jährigen zu schaffen – und so schaffte Pollersbeck es in der ersten Liga nicht, den Stammplatz im Tor zu erobern. „In Hamburg war einfach alles zu viel“, gestand er rückblickend. „Es war auch meine Verantwortung. Ich habe auf und abseits des Platzes nicht alles zu 100 Prozent vorgelebt, wie es hätte sein sollen“, reflektierte Pollersbeck seine Zeit beim HSV. 2020 verließ der Ex-U21-Nationalspieler Hamburg und ist nach Stationen bei Olympique Lyon in Frankreich und Magdeburg in der letzten Saison mit Jahn Regensburg in die 3. Liga abgestiegen.