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Glatzel über Selke-Verpflichtung: „Habe mich nicht darüber gefreut“

Nach außen hin ist die Reaktion eines Profis, der auf seiner Position einen mindestens gleichwertigen Konkurrenten vor die Nase gesetzt bekommt, eigentlich immer gleich: Konkurrenz belebe doch das Geschäft, man werde sich gegenseitig zu Höchstleistungen pushen. Dass es hinter der professionellen Fassade mitunter anders aussieht, zeigt das Beispiel Robert Glatzel. Der Stürmer – bis dahin drei Jahre lang unangefochtene Nummer eins im Angriff – bekam mit Davie Selke einen hochkarätigen Widersacher und hatte dafür zu Beginn nur wenig Verständnis: „Ich bin ganz ehrlich: Ganz am Anfang habe ich mich nicht so darüber gefreut. Ich denke, dass das ein Stück weit menschlich ist, schließlich hatte ich immer zuverlässig meine Leistungen gebracht und Tore geschossen“, erklärte Glatzel gegenüber „hsv.de“. Der Unmut sei aber schnell gewichen, als der 31-Jährige merkte, „wie großartig sich Davie in der Mannschaft einlebt und wie sehr er uns geholfen hat. Er war der mitentscheidende Faktor beim Aufstieg, ein Riesengewinn für uns. Davie war ein super Mitspieler und Mannschaftskollege. Das hat jeder im Verein so empfunden.“ Daher betrachtet auch Glatzel den Selke-Deal rückblickend als „genau die richtige Entscheidung“.