„Der HSV wäre froh“: Marcell Jansen sieht Gladbach als Vorbild
Die Entwicklung von Borussia Mönchengladbach kann nach Ansicht von Marcell Jansen Vorbild für den HSV sein. Jansen hatte in seiner Karriere für beide Vereine gespielt und war bis vergangenen Juni fast fünfeinhalb Jahre HSV-Präsident. Am Sonntag (17.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) bestreiten die Hamburger in Gadbach ihr erstes Bundesliga-Spiel nach sieben Jahren Zweitklassigkeit.
„Mir kommt manchmal zu kurz, dass es bemerkenswert ist, an einem Standort wie Mönchengladbach, an dem nichts vom Himmel fällt, seit 2008 durchweg Bundesliga zu spielen“, sagte der 39-Jährige der „Rheinischen Post“. Auch die Jahre mit der Champions League seien kein Zufall gewesen, „sondern das Ergebnis eines Weges, der 20 Jahre vorher angefangen hat“.
Er habe als Funktionär erlebt, wie schwer es selbst in einer Weltstadt wie Hamburg sei, „das Niveau zu halten, geschweige denn weiterzuentwickeln“, sagte Jansen. ”Das Fundament, das die Gladbacher haben, ist gut. Ein Klub wie der HSV wäre froh, wenn seit 2011 die schlechteste Bundesliga-Platzierung Platz 14 wäre.” Das Duell der beiden Mannschaften am Sonntag ist für Jansen nach eigener Aussage etwas Besonderes. „In dem Spiel geht es aber für mich fast weniger um das Ergebnis. Beide Klubs gesund in der Bundesliga zu sehen, ist großartig“, sagte der einstige Nationalspieler.
