Uhr -

„Es kann nicht sein…“: Ex-HSV-Profi fordert Strafen für Schiris

Normalerweise ist die Rollenverteilung auf dem Fußballplatz klar: Die Spieler kämpfen um den Sieg und der Schiedsrichter greift ein, wenn es Regelverstöße zu sanktionieren gibt. Ex-HSV-Profi Klaus Gjasula forderte nun mit einem etwas eigenwillig anmutenden Vorstoß, dass umgekehrt auch die Unparteiischen bei Fehlverhalten mit Strafen belegt werden könnten: „Schiedsrichter müssen genauso Strafen bekommen wie auch Vereine und Spieler“, meinte der 35-Jährige gegenüber „MagentaSport“ und führte aus: „Es kann nicht sein, dass die alles machen können, was sie wollen. Irgendwann ist auch gut.“

Ursächlich für seine Aufregung ist eine Rote Karte, die Schiedsrichter Florian Lechner ihm beim 1:6 gegen Waldhof Mannheim für ein Foulspiel gezeigt hatte, was Gjasula aber naturgemäß völlig anders sieht und deshalb wütete: „Es kann nicht sein, dass jede Woche Schiedsrichter einfach irgendwie handeln, wie sie Lust haben, wenn sie es nicht sehen. Weil wenn er es sehen würde, würde er es ja nicht pfeifen. Das heißt, er sieht es nicht.“ Die Logik dahinter: „Wenn ein Arbeiter Scheiße baut, bekommt er von seinem Arbeitgeber eine Strafe. Genauso muss es bei Schiedsrichtern sein.“

In Erfüllung gehen wird Gjasulas Wunsch in naher Zukunft aber vermutlich nicht. DFB-Kommunikationschef Alex Feuerherdt erteilte dem Ansinnen des Defensivmannes gegenüber „liga3-online.de“ eine Absage: „Die Forderung, Schiedsrichter für vermeintliche oder tatsächliche Fehler zu bestrafen, weisen wir entschieden zurück.“ Schließlich würden „auch keine Spieler mit einer Geldstrafe belegt, weil sie einen Strafstoß verursachen oder ein Eigentor erzielen.“