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Mögliches HSV-Handspiel: Wut bei Werder, Ex-Schiri klärt auf

Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte beim Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen (3:2) eine souveräne Leistung, eine Entscheidung erhitzt im Nachhinein aber dennoch die Gemüter: Kurz vor Ende der regulären Spielzeit fälschte Giorgi Gocholeishvili einen Schuss von Bremens Jens Stage mit der Hand ab, anschließend packte Daniel Heuer Fernandes im HSV-Tor sicher zu. Die Bremer protestierten wild gestikulierend, hätten in dieser Szene gerne einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Sportchef Clemens Fritz beantwortete die Frage, ob das Handspiel strafstoßwürdig gewesen sei, mit einem schlichten „Ja“: „Dieses ganze Gelaber von Handspiel hin oder her. Ich glaube, die wissen selber gar nicht mehr, was Handspiel ist und was nicht“, echauffierte sich der Ex-Profi (zitiert via „DeichStube“).

Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe bemängelte gegenüber der „Sport Bild“ ebenfalls eine fehlende Linie in Handspiel-Entscheidungen, hielt Stegemanns Entscheidung in diesem Fall aber für richtig: „Der Spieler hatte seine Hand vorher schon da, er schaute gar nicht zum Ball. Der Ball war nicht richtig getroffen, prallte vorher noch auf den Boden aus kurzer Entfernung. Der Arm ging nicht zum Ball“, erklärte Gräfe. „Und auch wenn danach die andere Hand vielleicht noch minimal berührt wurde, das war Schrittbewegung und auch nochmal ganz nah am Körper.“ Aber: „Es wäre wünschenswert, wenn sowas immer weiter laufengelassen werden würde.“