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„Das ist frech“: HSV-Supporters-Club kritisiert DFL scharf

Die Fanszene des HSV ist wohl eine der aktivsten in ganz Deutschland. Nicht nur am Spieltag, sondern auch darüber hinaus engagieren sich Organisationen wie der Supporters Club, um das Stadionerlebnis für alle Besucher zu etwas besonderem zu machen. Die sonntägliche Anstoßzeit von 19.30 Uhr gegen RB Leipzig ist der Hamburger Anhängerschaft ein Dorn im Auge. „Die DFL hat den Sonntagabendslot eingeführt, um Vereine mit Europapokal-Belastung zu entlasten – das war das Versprechen“, erinnert Simon Philipp im „Hamburger Abendblatt“ eindringlich – und kritisiert: „Was als sinnvolle Ausnahme gedacht war, wird nun schrittweise zu einem festen dritten Sonntagsspiel ausgebaut, völlig unabhängig davon, ob ein Verein überhaupt europäisch spielt. Wir spielen bereits zum zweiten Mal zu dieser Uhrzeit gegen einen Gegner ohne jede Europapokal-Belastung – das ist frech.“ Letztmals war das auswärts bei Union Berlin im September der Fall (0:0).

Philipps kritisiert weiter: „Die Anstoßzeit ist fanunfreundlich, familienunfreundlich und bei Auswärtsspielen gefährlich, denn am Ende bedeutet es, dass sich Tausende Menschen mitten in der Nacht auf die Autobahnen machen müssen.“ Für ihn nicht verständlich. „Am Ende leiden die Menschen, die den Fußball erst lebenswert machen – die Fans auf den Rängen. Das lassen wir uns nicht gefallen.“ Wie genau der Protest aussehen wird, wird sich möglicherweise am Sonntag im wieder einmal ausverkauften Volksparkstadion zeigen.