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„Keine Fanboys“: Was Vincent Kompany mit dem HSV-Erfolg zu tun hat

Merlin Polzin macht mit seinem Trainerteam beim HSV derzeit vieles richtig. Doch gerade zu Saisonbeginn sah die Situation noch anders aus. Da musste man sich ernste Sorgen um die Rothosen machen. Doch nach der 0:5-Niederlage gegen den FC Bayern München kam die Wende. Das hatte auch mit Bayern-Trainer Vincent Kompany zu tun, wie Merlin Polzin ihm Gespräch mit der „Bild“ verrät. „Für Vincent war es eine völlig normale Begegnung, bei der man sich nach dem Spiel mit dem gegnerischen Trainer noch mal austauscht. Für uns war es hingegen besonders und lehrreich die Möglichkeit zu haben, mit ihm ins Gespräch zu kommen, weil er als Spieler und Trainer schon sehr viel erreicht hat“, sagt der 35-Jährige.

„Loic hatte bei der Weihnachtsfeier, als wir uns verkleiden durften, beispielsweise ein Kompany-Trikot an. Ich habe ihn hier in Hamburg als Spieler erlebt.“ Bedrängen möchte Polzin den ehemaligen belgischen Nationalspieler nicht. „Natürlich sind wir keine Fanboys. Doch die Hinweise, die er uns gegeben hat, haben wir auf unserem Weg mitgenommen. Wir lassen sie auch heute noch mit einfließen, gerade nach Spielen, die nicht so gut gelaufen sind“, schildert der gebürtige Bramfelder.

Den genauen Inhalt des Gesprächs möchte Polzin nicht wiedergeben, erklärt aber den Grundtenor. „Er hat uns nach dem Hinspiel geraten, die Situation zu versachlichen. Klar musst du in der Bundesliga Spiele gewinnen, um deine Ziele zu erreichen“, weiß auch er. „In unserer Lage bedeutet eine Niederlage aber etwas anderes als im Aufstiegskampf oder in einem Meisterrennen, wo du jede Woche gewinnen musst. Er kennt die Situation aus England, wo er mit Burnley in die Premier League aufgestiegen ist. Er hat recht behalten.“