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Umstrittene Rote Karte: HSV-Einspruch gegen Otele-Sperre

Der HSV geht offenbar gegen eine mögliche Zwei-Spiele-Sperre für Philip Otele nach dessen umstrittener Roter Karte in Bremen vor. Denn wie das „Abendblatt“ berichtet, wurde der Offensivspieler nach seinem Platzverweis vom DFB-Sportgericht für zwei Partien gesperrt. Der HSV habe daraufhin Beschwerde gegen das Urteil eingelegt, sodass nachverhandelt wird.

HSV-Joker Otele hatte den grätschenden Bremer Cameron Puertas unglücklich am Schienbein getroffen. Nach VAR-Einsatz entschied Schiri Florian Exner auf Rot: „Ich hatte auf dem Feld erst mal keine klare Wahrnehmung. Ich habe den Treffer nicht gesehen, wie er wirklich war. Ich kann verstehen, wenn man sagt: Das ist nicht die klarste Rote Karte der Welt. So ehrlich muss man auch sein“, so der Referee nach dem Nordderby. „Wir haben am Ende ein klares Trefferbild. Der Spieler geht einfach das Risiko. Wir müssen als Schiedsrichter auch die Spieler schützen. Hier geht der Spieler, der foult, ein hohes Risiko. Am Ende war es für uns eine Rote Karte.“

Beim HSV war man von einer Sperre für ein Spiel für Otele ausgegangen und hofft nun auf eine Revision wie zuletzt bei Schalke. Der Zweitliga-Spitzenreiter war erfolgreich gegen eine Zwei-Spiele-Sperre seines Torjägers Edin Dzeko in Berufung gegangen. Der DFB reduzierte das Strafmaß anschließend auf eine Partie.