Matthias Ostrzolek von Hannover 96 hat angesichts der bislang erfolgreichen Saison des Aufsteigers gegen seinen früheren Klub HSV gestichelt. „Das ist hier ein anderer Fußball als beim HSV“, sagte der Verteidiger der „Bild“. „Man sieht, dass wir mutig sind und nicht immer den Ball nach vorne kloppen und die Daumen drücken, dass der Ball ins Tor fällt. Wir wollen sehr gepflegten und strukturierten Fußball spielen.“ Der 27-Jährige war im Sommer ablösefrei zu 96 gewechselt.

Für transfermarkt.de hat Bernd Hollerbach 2011 in einem Video seine persönliche Traumelf zusammengestellt. Darin finden sich neun ehemalige HSV-Spieler, ein St. Paulianer und eine spanische Sturm-Legende. Im Tor setzt „Holler“ auf Martin Pieckenhagen. In der Abwehr dürfen Manni Kaltz, Stéphane Henchoz, Thomas Gravesen und St. Paulis gefürchteter Eisenfuß Dieter Schlindwein ran. Auf der Sechser-Position setzt Hollerbach auf Collin Benjamin, die Kreativ-Abteilung davor wird gebildet von Sergej Barbarez, Rodolfo Cardoso und Felix Magath. Im Sturm lauten seine Lieblingsspieler Anthony Yeboah und Superstar Raúl, mit dem Hollerbach als Co-Trainer auf Schalke zusammenarbeiten durfte.

Ex-Teamkollegen: Rodolfo Cardoso besuchte Bernd Hollerbach beim Training. (Foto: Witters)

Das käme dann doch etwas überraschend: Will der VfL Wolfsburg noch im Winter André Hahn, den Sechs-Millionen-Einkauf des HSV, verpflichten? Hahn (zuvor Gladbach, Vertrag bis 2021) hat bislang in nur zwei Spielen gefehlt, sich aber trotz seiner zwei Saisontore noch nicht als die erhoffte Verstärkung präsentiert. Der VfL sucht nach einem Neuen für die Offensive. Das wilde Gerücht hält sich hartnäckig, wurde auf MOPO-Nachfrage aber von allen Seiten dementiert. Klar ist jedoch: Der eine oder andere Spieler wird den HSV in der kommenden Woche wohl noch verlassen dürfen.

Nachdem das Nachholspiel beim 1.FC Germania Egestorf/Langreder aufgrund schlechter Platzbedingungen ein weiteres mal abgesagt werden musste, spielt die U21 des HSV stattdessen am Sonnabend im Testspiel gegen den Regionalliga-Konkurrenten VfV Borussia 06 Hildesheim. Anstoß an der Alexander-Otto-Akademie im Volkspark ist um 13.30 Uhr.

Von 1997 bis 2001 hat Torwart Jörg Butt (43) gemeinsam mit Verteidiger Bernd Hollerbach beim HSV gespielt. „Er ist extrem ehrgeizig. Seine Stärken als Spieler waren der Kampf und die Fitness. Diese Mentalität ist sicher in der jetzigen Situation gefragt“, sagte Butt dem Stadionmagazin von RB Leipzig. „Ich wünsche ihm, dass er den HSV aus dem Abstiegskampf führt – und mittelfristig wieder in obere Tabellenregionen.“ Butts Tipp für das Spiel? „Der HSV hat in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass in der Mannschaft Potenzial steckt und für Überraschungen sorgen kann. Zum Beispiel in der Vorsaison, als man 3:0 in Leipzig gewinnen konnte. Aber solche Top-Leistungen sind eher eine Ausnahme. Deshalb gehen die Hausherren als Favorit in diese Partie.“

Für den HSV war es ein Feiertag, für RB Leipzig eine ganz bittere, weil unerwartete Pleite. Den Hamburger 3:0-Sieg bei den Bullen am 11. Februar 2017 haben beide Seiten nicht vergessen. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl dient die Niederlage, um seine Stars vor dem vermeintlich angeschlagenen Gegner zu warnen. „Wir haben noch etwas gutzumachen“, sagt er. „Und wir haben einen Plan.“ Dazu gehört eine spezielle Form der Motivation. In der RB-Kabine will der Österreicher heute einen Zeitungs-Ausschnitt vom Februar-Spiel aufhängen.