Große Augen bei einer der jüngsten Mannschaften des HSV. Die U11 ist gerade zu Gast bei Ajax Amsterdam, lernt die Strukturen des holländischen Spitzenklubs kennen, der seit Jahrzehnten weltweit für seine Jugendarbeit bekannt ist. Noch bevor der HSV-Nachwuchs gegen die kleinen Ajax-Stars von morgen antreten wird, durfte er die Amsterdam Arena für ein Erinnerungsfoto betreten.

„Wenn Klubs es schaffen, über Spielertransfers hohe Werte zu generieren, ist gutes Scouting die Grundlage“, sagt HSV-Kaderplaner Johannes Spors im Interview mit der „Bild“. „Da gibt es in vielen Ländern total positive Beispiele, egal ob Ajax Amsterdam, Benfica Lissabon, AS Monaco oder auch Salzburg und Basel.“ Als „Fußball-Nerd“ würde sich der 35-Jährige übrigens nicht bezeichnen. „Richtig ist aber, dass sich mein Leben um den Fußball dreht. Wenn ich zu Hause auf der Couch sitze, checke ich schon irgendwelche Ergebnisse oder schaue einen Clip an. Richtig ist, dass ich Hobby und Beruf miteinander verbunden habe. Wenn ich nicht an den Fußball denke, bin ich voll und ganz für meine Familie da. Für andere Hobbys bleibt da keine Zeit.“

Das Fußball-Jahr ist auf der Zielgeraden, bei den Klubs haben längst die Planungen für die kommende Saison begonnen. Und sollte der HSV tatsächlich absteigen, was kaum noch zu verhindern ist, dann wird der eine oder andere Spieler weich fallen. Im Fokus einiger Vereine steht Rick van Drongelen, besonders hartnäckig haben Eintracht Frankfurt und Ajax Amsterdam ihr Interesse an einer Verpflichtung bei Berater Wessel Weezenburg hinterlegt. Der 19-jährige Innenverteidiger, derzeit bei der niederländischen U21, steht beim HSV zwar bis 2022 unter Vertrag, zählt aber zu den wenigen Spielern, mit denen der wirtschaftlich so angeschlagene Klub eine lohnende Ablöse erzielen könnte.

Er war der wahrscheinlich beste Transfer, den Sportchef Jens Todt getätigt hat. Rick van Drongelen wechselte vor dieser Saison für drei Millionen Euro von Sparta Rotterdam nach Hamburg. Nun soll der 19-Jährige bei Ajax Amsterdam ganz oben auf dem Zettel stehen. Das berichtet die „BILD“. Schon im vergangenen September hatte der 33-fache niederländische Meister konkretes Interesse bei van Drongelens Berater bekundet. Im Winter soll es ein Angebot über sieben Millionen Euro gegeben haben. Nun mache Ajax erneut Ernst, heißt es. Todt aber blockt ab: „Rick steht in einer unglaublich schwierigen Situation seinen Mann, reift so schnell wie kaum ein anderer. Wir haben kein Bestreben ihn abzugeben.“ Nach Saisonende wollen sich van Drongelen und sein Berater über die Zukunft austauschen. Möglich ist, dass dann auch über einen möglichen Wechsel nach England diskutiert wird. Der FC Chelsea hatte schon vor zwei Jahren kurz davor gestanden, „Big Rick“ zu verpflichten.

Sportchef Jens Todt hatte bestätigt, dass der HSV Frenkie de Jong beobachtet. Auch dem FC Bayern, RB Leipzig, Manchester City und dem FC Arsenal wurde Interesse am 20-jährigen Mittelfeldspieler von Ajax Amsterdam nachgesagt. Doch laut „De Telegraaf“ wird de Jong vorerst nicht wechseln! Er soll sich mit Ajax über eine Verlängerung des bis 2019 laufenden Vertrages bis 2022 geeinigt haben. Nur die Unterschriften fehlten noch.

Frenkie de Jong (r.) bleibt wohl bei Ajax Amsterdam.

Jens Todt hat das Interesse an Holland-Juwel Frenkie de Jong von Ajax Amsterdam bestätigt. „De Jong ist ein Spieler, den wir uns anschauen und den wir – wie ein Dutzend andere Spieler – intern diskutieren“, sagte der Sportchef des HSV der Facebook-Fangruppe „HSV1887tv“. Der 20-jährige Mittelfeldspieler steht noch bis 2019 beim niederländischen Spitzenklub unter Vertrag. Auch der FC Bayern, RB Leipzig, der FC Chelsea und Manchester City haben de Jong auf dem Zettel.

De Jong? Da klingelt es bei vielen HSV-Fans. Denn der Namensvetter des aktuellen HSV-Kandidaten Frenkie de Jong (20), Nigel de Jong, kam 2006 ebenfalls von Ajax Amsterdam. Nur 1,5 Millionen Euro zahlte der HSV damals für den defensiven Mittelfeldspieler. In 66 Bundesliga-Spielen erzielte de Jong zwei Tore – darunter im März 2006 der legendäre Siegtreffer zum 2:1 bei den Bayern, dem ersten Hamburger Erfolg in München nach 24 Jahren. Für satte 18 Millionen Euro wurde der spätere Vize-Weltmeister dann 2009 an Manchester City verkauft. Nach Stationen beim AC Mailand und bei Los Angeles Galaxy spielt der mittlerweile 32-Jährige mittlerweile bei Galatasaray Istanbul.

Nigel de Jong spielte von 2006 bis 2009 für den HSV. (Foto: Witters)

Schnappt sich der HSV einen Nachwuchs-Star von Ajax Amsterdam? Wie das niederländische Portal „Voetbal4u.com“ berichtet, sind die Hamburger an Mittelfeldspieler Frenkie de Jong interessiert. Der 20-Jährige kommt in der laufenden Saison in der Ehrendivision auf zehn Einsätze und bereitete sechs Treffer vor. Und das, obwohl er nur viermal in der Startelf stand. Eine Situation, die ihn stört. „Ich muss jetzt spielen. Das ist mein Gefühl – und ich mache daraus kein Geheimnis“, wird de Jong zitiert. „Es ist Sache des Trainers, aber ich weiß nicht, was ich mehr tun kann.“ Der HSV ist im Werben aber nicht allein, auch der FC Chelsea, Manchester City, der FC Bayern und RB Leipzig sollen heiß auf de Jong sein, der einen Marktwert von 3,5 Millionen Euro besitzt.

Frenkie de Jong (r.) hat für Ajax schon der Champions League (hier gegen ManU) gespielt. (Foto: Witters)

Ajax Amsterdam hat auf seiner Homepage bekanntgegeben, dass der eigentlich bis zum 30. Juni 2018 gültige Vertrag mit dem früheren HSV-Kapitän Heiko Westermann mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden sei. Der 33-jährige Verteidiger war erst im August 2016 von Betis Sevilla in die Niederlande gewechselt, kam aber nur auf acht Pflichtspiel-Einsätze für Ajax.