Erster Einsatz – und gleich ein Treffer. Schon nach zwei Minuten schoss Arianit Ferati die U21 im Test gegen die TSG Neustrelitz in Front. Der Offensivmann, dessen Leihvertrag mit Zweitligist Erzgebirge Aue vorzeitig aufgelöst wurde, feierte gegen den Klassen-Nachbarn aus der Regionalliga Nordost ein geglücktes Debüt. Fabian Gmeiner traf in der Schlussminute zum 2:1-Sieg.

Neben Arianit Ferati, dessen Leihe zu Zweitligist Erzgebirge Aue vorzeitig beendet wurde, konnte U21-Coach Christian Titz zum heutigen Auftakt des Regionalliga-Teams einen weiteren Trainingsgast begrüßen: Goson Sakai, Bruder von HSV-Kapitän Gotoku Sakai, spielt in Hamburg vor. „Er ist momentan in Deutschland und möchte sich hier zeigen. Dem Wunsch sind wir gerne nachgekommen und schauen uns das die Woche über an“, so Titz. Der 21-jährige Rechtsverteidiger steht beim japanischen Zweitligisten Albirex Niigata unter Vertrag.

Jetzt ist es auch offiziell: Der HSV beendet Leihgeschäft mit Erzgebirge Aue vorzeitig und holt den 20-jährigen Mittelfeldspieler Arianit Ferati zurück. Er soll vornehmlich in der U21 zum Einsatz kommen. „Wir glauben an Arianit und möchten ihm daher die Möglichkeit zu noch mehr Einsatzzeit geben. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Spieler in unserer U21 erfolgreich ihren letzten Ausbildungsschritt gehen können“, sagte Sportchef Jens Todt.

Nahezu perfekt ist die Auflösung der Leihe von Arianit Ferati (20) mit Erzgebirge Aue. „Er wird im Winter zu unserer zweiten Mannschaft stoßen“, so HSV-Sportchef Jens Todt. „Häufig sind Leihgeschäfte für alle Beteiligten positiv, in diesem Fall war es leider nicht so. Es ist besser für Arianit, wenn er bei uns in der Regionalliga spielt als in Aue gar nicht zum Einsatz kommen.“ Ferati wechselte 2016 vom VfB Stuttgart zum HSV, spielte zunächst auf Leihbasis für Fortuna Düsseldorf. Nun kommt er erstmals wirklich zum HSV.

Drei Spieler hat der HSV derzeit verliehen, um ihnen Spielpraxis zu vermitteln. Doch das klappt derzeit nicht so gut, wie sich das die Verantwortlichen wünschen würden. Arianit Ferati (20) kam für Zweitligist Erzgebirge Aue gegen Sandhausen (1:0) ebenso nicht zum Einsatz wie Finn Porath (20) für Drittligist Unterhaching gegen Meppen (4:0). Batuhan Altintas stand bei Malatyaspor in der türkischen Liga gegen Karabükspor (4:2) nicht mal im Kader. Und Alen Halilovic (UD Las Palmas) fällt bis zu drei Monate verletzt aus.

Beim HSV und in Aue geht man fest davon aus, die letzten Details heute klären zu können. Geht alles glatt, wird Batuhan Altintas im Laufe des Tages in Feldkirchen (Österreich) eintreffen, um das Training bei Erzgebirge Aue aufzunehmen. Er wäre der zweite Hamburger Leihspieler, auch Arianit Ferati kickt in der kommenden Saison für den Zweitligisten.

Jetzt ist es beschlossen: Arianit Ferati (19) wird für die kommende Saison vom HSV an Zweitligist Erzgebirge Aue verliehen. In der vergangenen Spielzeit war der Mittelfeldspieler für  Fortuna Düsseldorf aktiv. Aues Präsident Helge Leonhardt: „Ferati ist ein junger talentierter Spieler und variabel einsetzbar. Er wird seine erfolgreiche Entwicklung in Aue fortsetzen, da bin ich mir sicher. Ich freue mich, dass Arianit sich für uns entschieden hat und danke auch dem HSV für die kooperative Zusammenarbeit.“ In Hamburg hat Ferati (kam 2016 aus Stuttgart) noch Vertrag bis 2020.

Im vergangenen Sommer investierte der HSV 800.000 Euro, um Mittelfeld-Talent Arianit Ferati vom VfB Stuttgart zu verpflichten und ihn dann direkt zu Fortuna Düsseldorf zu verleihen. Dort schaffte der 19-Jährige aber nicht den Durchbruch, kam nur auf 13 Einsätze. Gemeinsam mit den HSV-Bossen wurde der Entschluss gefasst, ein weiteres Leihgeschäft abzuschließen: Der Wechsel zu Erzgebirge Aue steht kurz bevor.