Filip Kostic, der den HSV mit seinen beiden Treffern zuletzt zwei Punkte gerettet hat, ist für das Spiel in Dortmund optimistisch, wie er der MOPO im großen Exklusiv-Interview verraten hat. „Vieles entscheidet sich im Kopf, und ich habe den Eindruck, dass wir wieder an uns glauben, dass wir positiv sind und nach Dortmund fahren, um zu zeigen, was wir können“, sagte der Serbe. „Natürlich war das Selbstvertrauen eine ganze Weile im Keller, aber das hat sich geändert“, sagte Kostic. Die 1:1-Unentschieden in Leipzig und gegen Hannover 96 hätten gezeigt, „dass wir Moral haben und Leben in uns steckt“. Das komplette Interview gibt es heute in der gedruckten MOPO zu lesen!

HSV-Profi Filip Kostic (l.) im Gespräch mit MOPO-Reporter Matthias Linnenbrügger

Bernd Hollerbach ärgert sich über die allgemeine Einordnung der Leistung seiner Mannschaft gegen Hannover (1:1) und fordert mehr Zeit ein. „Uns fehlt aktuell natürlich Selbstvertrauen und Leichtigkeit, aber wir haben uns reingebissen“, sagte der HSV-Coach. Er sei „keiner, der die Hand auflegt und dann läuft es von allein“, sagte der 48-Jährige, sein Team müsse sich alles „Schritt für Schritt erarbeiten“, dann werde es „irgendwann dafür belohnt werden“.

Zu einem Sieg hat es nicht gelangt, doch HSV-Kapitän Gotoku Sakai wertete das 1:1 gegen Hannover 96 unter dem Strich als Erfolg für sein Team. „Der Punkt ist auf jeden Fall wichtig für uns. Wir sind zum zweiten Mal nach einem Rückstand zurückgekommen. Das macht uns als Team stärker. Aber wir müssen unbedingt noch ruhiger werden am Ball, um mehr Chancen zu bekommen“, stellte der Japaner fest.

Bernd Hollerbach musste bei seinem Heimdebüt mit einem Punkt leben, freute sich über den Charakter seines Teams, ärgerte sich aber über Schiedsrichter Sascha Stegemann. „Über das Foul von Sané an Kostic muss man doch nicht diskutieren, das ist ein klarer Elfmeter. Und auch das Handspiel von Schwegler hätte einen Strafstoß nach sich ziehen können. Unter dem Strich bin ich zufrieden damit, dass die Mannschaft wie schon in Leipzig nach einem Rückstand zurückgekommen ist und Moral gezeigt hat. Ich bin sicher, wir werden es packen“, so der HSV-Coach.

Nun hat sich auch Sportchef Jens Todt nach dem 1:1 gegen Hannover geäußert und sich über die Elfmeter-Situation (Sané gegen Kostic) geärgert: „Klarer Elfmeter, das habe ich von Anfang an gesagt und dabei bleibe ich auch.“ Todt weiter: „Die Konkurrenz punktet, es war eine Art Endspiel, so wurde es ausgerufen. Es fehlt die Leichtigkeit in unserem Spiel, aber die Mannschaft ist intakt und hat die Qualität, auch wieder Spiele zu gewinnen. Ein Punkt ist besser als keiner.“