So unterschiedlich die HSV-Kicker sind, so unterschiedlich verbringen sie auch ihren Kurzurlaub. Während Tatsuya Ito die freien Tage in Japan genießt und dort die Hauptstadt Tokio unsicher macht, lässt es HSV-Juwel Fiete Arp lieber ruhiger angehen. Der 17-jährige Angreifer verbringt die Weihnachtsfeiertage bei seiner Familie in Bad Segeberg und joggt dort fleißig um den Großen Segeberger See. Sonnenbedarf hatte wohl Stürmer Bobby Wood. Er hat sich auf den Weg in den Orient begeben und tankt Vitamin D in Dubai.

15 Punkte nach 17 Spielen – die Bilanz der HSV-Hinrunde ist mehr als düster. Dennoch gab es für Sportchef Jens Todt auch einige positive Momente. „Der Sieg gegen Hoffenheim (3:0 Anm. d. Red.) hat uns sehr gut getan“, sagt der 47-Jährige: „Höhepunkte habe ich auch in der Entwicklung von Spielern wie Fiete Arp und Tatsuya Ito gesehen. Beide haben sich sehr schnell an das Bundesliganiveau angepasst.“

Als absoute Tiefschläge hat der Sportchef die unnötigen Niederlagen gegen Mainz (2:3), Hannover (0:2) und Frankfurt (1:2) wahrgenommen. Todt: „Diese Niederlagen haben uns sehr wehgetan, weil sie vor allem unnötig waren. Wenn wir nur in einem dieser Spiele gewonnen hätten, sähe alles sehr viel besser aus. Aber wenn und aber hilft eben nicht.“

 

Ex-Profi Marcell Jansen sieht beim HSV Anzeichen für eine erfolgreichere Zukunft. Der 38-Jährige nannte in der „Welt“ den Aufbau der Nachwuchsakademie, die Tabellenführung der U21-Mannschaft in der Regionalliga, Rang eins der A-Jugend in der Junioren-Bundesliga sowie die Nachwuchstalente Fiete Arp und Tatsuya Ito. „Da sind viele Weichen gestellt worden, aber das kommt im Abstiegskampf in der öffentlichen Wahrnehmung eben oft zu kurz“, sagte er. Der einstige Linksverteidiger bewirbt sich um einen Sitz im Aufsichtsrat des HSV. „Ich will mithelfen, dass der Verein wieder Freude verbreitet“, sagte er.