Im Kampf gegen den Abstieg hätte die „Dritte“ des HSV einen Sieg gebraucht, doch gegen Barmbek-Uhlenhorst reichte es für die Mannschaft von Marcus Rabenhorst und Christian Rahn in der Oberliga Hamburg nur zu einem 3:3. Immerhin zeigte das Team große Moral, kam trotz Unterzahl in letzter Minute noch zum Ausgleich.

Tatenlos musste die „Dritte“ des HSV mit ansehen, wie sie heute wieder auf einen Abstiegsplatz in der Oberliga Hamburg rutschte. Durch das 2:1 des VfL Pinneberg gegen den FC Süderelbe zogen die Schleswig-Holsteiner am HSV vorbei, verdrängten ihn auf Platz 16. Beide Teams haben 20 Punkte, der VfL allerdings drei Spiele weniger absolviert.

Ganz wichtige Zähler, die die „Dritte“ des HSV heute in der Oberliga einfuhr. 3:1 (2:0) hieß es am Ende in Osdorf, nach Toren von Sampaney (25.), Yasar (37.) und Bauer (83.). Der HSV bleibt damit als 15. unmittelbar vor den Abstiegsrängen, hat allerdings schon deutlich mehr Spiele absolviert als die Konkurrenz.

Mirko Slomka hatte ihn einst zum HSV-Profi gemacht. Viermal spielte Mattia Maggio in der Endphase der Bundesliga-Saison 2013/14 für die Hamburger. Zuvor hatte der in Nürtingen geborene Italiener auch in der Serie A einmal auflaufen dürfen. Mit Novara Calcio spielte er im legendären San-Siro-Stadion gegen den AC Mailand und sein Vorbild Zlatan Ibrahimovic. Nach seiner HSV-Zeit aber geriet die Karriere des heute 24-Jährigen ins Stocken. Maggio war plötzlich vereinslos, spielte dann für die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim, in der vierten italienischen Liga, beim FC Nöttingen (5. Liga) und zuletzt für den drittklassigen belgischen Klub ASV Geel. „Ich habe vier Jahre lang gebraucht, um das zu verarbeiten, was in Hamburg passiert ist“, sagt Maggio. Er habe „viel Pech und falsche Berater“ gehabt. „Es ist so viel schiefgelaufen, dass es irgendwann unglaublich schwer für den Kopf ist, das alles zu verarbeiten.“ Nun wagt der Stürmer einen Neustart beim Hamburger Oberliga-Meister und -Tabellenführer TuS Dassendorf. Maggio unterschrieb einen Dreijahresvertrag, absolviert nebenher eine Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten. „Der Kontakt nach Hamburg ist dank meiner guten Freunde Henrik Dettmann und Sven Möller nie abgerissen“, erklärte er.

 

Nicht nur die Profis aus der Fußball AG, auch die erste Mannschaft des HSV e.V. kämpft gegen den Abstieg und wird es schwer haben, diesen zu verhindern. In der Oberliga Hamburg verlor das Team von Marcus Rabenhorst und Christian Rahn gestern Abend bei der SV Curslack-Neuengamme mit 1:3. Ex-Nationalspieler Marcell Jansen, im Winter unter Vertrag genommen, kam wegen einer Verletzung am Oberschenkel nicht zum Einsatz. Der HSV ist weiter Vorletzter mit 14 Punkten aus 24 Spielen.