Die Honorare für Bundesliga-Schiedsrichter werden nach vier Jahren ohne Steigerung in der kommenden Saison angehoben. Das Honorar für einen Einsatz in der Eliteklasse steigt von bisher 3800 Euro auf 5000 Euro, Assistenten erhalten 2500 Euro und der Vierte Offizielle sowie der Videoassistent 1250 Euro. Zudem wird das Grundgehalt erhöht: Die sechs FIFA-Schiedsrichter der ersten Kategorie bekommen nun 79 000 Euro (bisher 75 000 Euro). Die weiteren FIFA-Referees und Kollegen, die bereits länger als fünf Jahre aktiv sind, bekommen jetzt 69 000 Euro (vorher 65 000 Euro). Alle weiteren Schiedsrichter kassieren künftig 59 000 Euro anstatt vorher 55 000 Euro.

Bei allem Jubel gab es nach dem Abpfiff auch ernste Worte. Markus Gisdol kritisierte die Entscheidung des DFB, Manuel Gräfe als Unparteiischen für die gestrige Partie zu benennen. „Das war eine unglaublich schlechte Entscheidung des DFB“, polterte der Trainer. „Ein Schiedsrichter sollte nie im Mittelpunkt stehen. So eine Ansetzung ist verantwortungslos, wir haben alle mit dem Kopf geschüttelt.“ 

Der DFB hält an der Ansetzung von Schiedsrichter Manuel Gräfe für das Abstiegsduell zwischen dem HSV und dem VfL Wolfsburg fest. Eine mögliche Auswechslung des Schiedsrichtergespanns stehe „in keiner Weise zur Debatte“, sagte ein DFB-Sprecher der „Süddeutschen Zeitung“. Es sei zwar immer denkbar, Änderungen vorzunehmen – etwa bei Verletzungen oder Krankheit von Schiedsrichtern. Es bestehe aber keinerlei Notwendigkeit. Der frühere Top-Referee Markus Merk hatten die Entscheidung in der MOPO scharf kritisiert.

In der Not klammert man sich ja an jeden Strohhalm! Und dazu taugt vor dem Spiel am Sonntag gegen Mainz auch die Ansetzung des Schiedsrichters. Der DFB schickt den 33-jährigen Berliner Daniel Siebert nach Hamburg, unter dem der HSV eine positive Bilanz hat: Vier Siege, ein Remis, eine Niederlage. In der laufenden Saison leitete er die Heimspiele gegen Augsburg (1:0) und Köln (2:1).

Für viele ist er nur der „Relegations-Schiri“, da Manuel Gräfe 2015 in Karlsruhe einen umstrittenen Freistoß für den HSV gepfiffen hatte und Marcelo Díaz zum 1:1 ausgleichen konnte. Der DFB hat den Berliner für das Spiel am Sonntag in Augsburg angesetzt. Zuletzt hatte Gräfe den HSV vor einem Jahr im Nordderby gegen Bremen (2:1) gepfiffen.

Das Duell zwischen dem HSV und Darmstadt 98 wird von Schiedsrichter Sascha Stegemann geleitet. Der 32-jährige Diplom-Verwaltungswirt aus Niederkassel pfiff bislang vier Partien mit Beteiligung des Liga-Dinos, zwei Siege und zwei Niederlagen stehen zu Buche. Zuletzt war Stegemann beim 3:0 in Leipzig im HSV-Einsatz.