Winterzugänge beim HSV? Vielleicht – aber nicht um jeden Preis! Diese Botschaft hat Jens Todt abermals deutlich rübergebacht. „Es ist denkbar, dass wir uns punktuell verstärken, sicher ist das aber keinesfalls. Wir werden nur dann aktiv, wenn das Gesamtpaket absolut passt, wenn die Mischung aus sportlichem Nutzen und wirtschaftlicher Machbarkeit stimmt. Paniktransfers wird es nicht geben“, sagte der Sportchef auf der Vereinshomepage. Die sportliche Situation mit Platz bezeichnet Todt als „brandgefährlich“. „Wir müssen zwingend in der Rückrunde mehr Punkte holen, und das wird beileibe kein Selbstläufer. Unsere Mannschaft ist aber intakt, die Fans stehen hinter uns. Wir sind eine Einheit, wir halten zusammen. Es wird hart werden, aber wir schaffen es.“ Zu den Vertragsverhandlungen mit Dennis Diekmeier und Gotoku Sakai sagte er: „Beide haben Angebote zu Vertragsverlängerungen vorliegen. Wir hoffen, dass wir im Laufe des Januars in beiden Fällen Klarheit haben werden.“

Winterpause ist Transferzeit – auch wieder beim HSV? Vor einem Jahr wurden Kyriakos Papadopoulos, Mergim Mavraj und Walace verpflichtet. Trainer Markus Gisdol dazu: „Ich arbeite gerne mit den Spielern, die da sind. Wir sehen ja auch Entwicklungen. Wir können mit dieser Mannschaft in der Rückrunde bestehen. Mir wäre wohler, wenn wir ein bis zwei Positionen noch verbessern könnten. Im Winter ist es aber unheimlich schwer, etwas zu machen. Wir haben das Glück, dass wir in der Vorrunde mit Arp und Ito zwei Spieler dazu entwickeln konnten, die uns guttun und die unsere Mannschaft auch befruchten. Aber nach wie vor ist unser Kader dünn bestückt. Wir haben sicherlich einen der schmalsten Kader der Liga.“

Nach dem Gladbach-Spiel ist erst einmal durchatmen angesagt. Von Sonntag bis Silvester haben die HSV-Profis Winterpause. Einige Spieler wie Gotoku Sakai (Japan) oder Douglas Santos (Brasilien) nutzen die Pause für einen Trip in die Heimat. Vom 1. bis 8. Januar geht es gemeinsam ins Trainingslager nach Jerez (Spanien). Dort sind zwei Testspiele (am 4. und 7. Januar) geplant.