Becker verrät: So liefen die Vertragsgespräche mit Douglas Santos

Er ist die Lebensversicherung des HSV. Douglas Santos ist der einzige Spieler im Kader, für den der HSV eine zweistellige Millionensumme erlösen könnte. Das war schon im vergangenen Jahr so, als der FC Schalke 04 den brasilianischen Olympiasieger liebend gern gekauft hätte. Der HSV aber blockte ab. Im „Kicker“ spricht Sportchef Ralf Becker über die Gespräche, die er damals führte. „Dougi ist ein ganz, ganz toller Profi, ein totales Musterbeispiel“, hält Becker fest. „Er saß bei mir im Büro und hat klar signalisiert, dass er es gern machen würde. Ich hatte totales Verständnis dafür, habe ihm aber versucht, unsere Situation klarzumachen, und ihm wie schon in Brasilien gesagt, warum wir nicht auf ihn verzichten können.“ Becker war im Juni 2018 in Douglas Santos‘ Heimat geflogen. Im weiteren Gesprächsverlauf habe der Linksverteidiger und gläubige Christ eingelenkt. „Er hat seine Wünsche geäußert und dennoch unsere Position akzeptiert. Er hatte ein, zwei Tage daran zu knabbern, Christian Titz hat die Sache damals zudem sehr gut moderiert – und dann hat Douglas nicht nur weitergemacht, sondern ist vorangegangen, hat unsere Erwartungen sportlich voll erfüllt. Er tut auf dem Platz und daneben alles dafür, dass wir unsere Ziele erreichen. Er ist für uns ganz, ganz wichtig, auch als Typ innerhalb der Gruppe.“ Douglas Santos, der einen Vertrag bis 2021 besitzt, sieht die damals gefundene Lösung als Kompromiss an. „Der Verein muss auch Verständnis für meine Situation und Ambitionen haben. Ich habe meine Träume, daran wird sich nichts ändern.“