- 27.02.2021

Thioune-Assistent verrät: Wie arbeitet ein Spielanalyst beim HSV?

Seit 2018 ist Alexander Hahn ein wichtiges Bestandteil des HSV-Trainerteams. Als Spielanalyst versorgt der 31-Jährige Daniel Thioune im Hintergrund mit Informationen und Inspirationen für die Vor- und Nachbereitung der Spiele. Im Gespräch mit „11 Freunde“ gab Hahn nun einen Einblick in seinen Berufsalltag. „Ich arbeite viel am Laptop, ana­ly­siere Szenen von unserem Team, habe aber auch das Glück, dass ich bei jedem Trai­ning mit auf dem Platz stehen darf“, verriet der gebürtige Duisburger. „Wäh­rend des Spiels herrscht dann über Funk, Aus­tausch mit der Bank. In der Halb­zeit bespreche ich Themen mit Chef- und Co-Trainer am Laptop, um den Spie­lern gege­be­nen­falls nochmal Infor­ma­tionen in der Kabine zu geben.“

Dass einzelne Statistiken immer mehr öffentliche Bedeutung bekommen, ist für Alexander Hahn bedingt sinnvoll. „Ich kann nicht so viel mit den ein­zelnen Roh­daten wie gewon­nene Zwei­kämpfe, Tor­schüsse oder Lauf­di­stanz anfangen, weil diese Daten für sich betrachtet wenig aus­sa­ge­kräftig sind. In Zusam­men­hang mit einer Ana­lyse können sie aber helfen, um die Qua­lität des Spiels zu bewerten.“ Künftig werde der Fußball dem American Football immer ähnlicher, vermutet der HSV-Spielanalyst. Neue Posten wie Positions- oder Standardtrainer hätten eine gute Chance, sich durchzusetzen. Auch die Profis selbst könnten sich „noch inten­siver mit dem Spiel und dem Gegner beschäf­tigen und sogar selbst ana­ly­sieren, um ihr eigenes Spiel oder ihren Mann­schafts­teil zu ver­bes­sern.“