Uhr -

Merlin Polzin verrät: Von diesem Megastar sollen die HSV-Profis lernen

Für den Erfolg haben sich Merlin Polzin und sein Trainerteam bereits etliche kreative Maßnahmen ausgedacht. Inspirieren lässt sich der 34-Jährige gerne aus Büchern, wie er in der „Bild“ verrät. Vor allem die Biografie „Mamba Mentality – Mein Weg zum Erfolg“ des 2020 verstorbenen US-Basketballers Kobe Bryant habe ihn nachhaltig beeindruckt. „Ich habe gleich in einem Café angefangen zu lesen. Danach war ich so begeistert, dass ich mir gesagt habe: So, jetzt werde ich Basketballspieler“, erzählt Polzin. Dazu kam es zwar nicht, doch den Ausnahmekönner habe Polzin dennoch bis ins Detail analysiert. „Es hat mich sehr gepackt. Ich habe viele seiner Videos geguckt, unzählige Notizen gemacht“, schwärmt er. „Dann ging es 2022 mit dem HSV in die USA nach Los Angeles. Wir hatten die Chance, ein Spiel der Lakers zu besuchen. Ich bin danach alleine durch die Halle gegangen, habe richtig viele Fotos gemacht von den Trikots der ehemaligen Stars, die unter dem Hallendach hingen.“

Vor allem zwei Aspekte aus Bryants Karriere sind für Polzin entscheidend gewesen. „Ich mag die Art von Kobe, wie er geführt hat. Er schrieb, es gehe im Basketball darum, nicht jedes Spiel zu gewinnen, aber sich stetig zu verbessern.“ Einzelne Zitate habe sich beim Hamburger Aufstiegscoach besonders eingeprägt. „Manchen gefällt es, eine schöne Uhr zu haben. Anderen gefällt es eher, zu verstehen, wie die Uhr funktioniert“, sei einer davon gewesen. „Die Detailbesessenheit, der Drang, sich immer zu verbessern, Fragen zu stellen, war und ist sehr inspirierend“, sagt Polzin.

Für seine Spieler leitet er aus dieser Inspiration einen direkten Lehr-Auftrag ab. „Wenn man einen Davie Selke oder Yussi Poulsen im Team hat, muss es die Aufgabe von Otto Stange sein, seinen erfahreneren Kollegen mit Fragen zu löchern, um ständig besser zu werden. Da kann man viel mitnehmen.“ Ganz nach dem Vorbild des immer akribischen Kobe Bryant.