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„Kein Randphänomen“: Ex-HSV-Profi über Rassismus im Sport

Nach den Rassismus-Skandalen am Wochenende im DFB-Pokal hat sich jetzt auch Ex-HSV-Profi Otto Addo zu den Vorfällen geäußert. Als Mitbegründer der Anti-Rassismus-Initiative Roots hat er den Umgang mit den rassistischen Beleidigungen in den Pokal-Spielen kritisiert. „Seit Jahren erleben wir dasselbe Muster: ein Vorfall, dann Relativierung, dann Schweigen. Aber Rassismus im Fußball ist kein Unfall und kein Randphänomen – er ist systemisch“, sagte der Hamburger. „Solange wir von Einzeltätern und einzelnen Vollidioten sprechen, bleibt das System unberührt“, erklärte der Trainer der ghanaischen Fußball-Nationalmannschaft: „Um das System zu verändern, muss Anti-Rassismus von DFB und DFL endlich zur Chefsache erklärt werden.“ In der ersten Runde des DFB-Pokals war es bei mehreren Partien zu rassistischen Beleidigungen von Spielern durch Zuschauern gekommen.