Schleppende Vorbereitung und Pokal-Frust: Ex-Coach sieht HSV vor „langem Weg“
Es läuft noch nicht alles rund beim HSV und den ersten Fans stehen die Sorgenfalten bereits ins Gesicht geschrieben. Ganz so pessimistisch möchte Tobias Schweinsteiger in der neuesten Ausgabe des „HSV, wir müssen reden“-Podcasts des Hamburger Abendblattes nicht sein. Nach einem starken Jahr in der 2. Liga brauche es Zeit, bis alle Veränderungen greifen. „Man braucht Anpassungen nach dem Aufstieg, weil das Niveau der Bundesliga deutlich über dem der Zweiten Liga liegt. Auf der anderen Seite will man die Euphorie des Aufstiegs mitnehmen“, beschreibt er die Zwickmühle für die sportliche Leitung. „Ich bin kein Fan davon, die Vorbereitung und das erste Pokalspiel als Maßstab zu nehmen, aber es sind Tendenzen da. Es liegt ein langer Weg vor dem HSV, bis jedes Rädchen ineinandergreift.“
Dieser Weg braucht Zeit. „Die sportliche Leitung hat sich gemeinsam mit dem Trainerteam dafür entschieden und muss diesen Weg nun konsequent und zusammen gehen. Das wird das Wichtigste sein“, bilanziert Schweinsteiger. „Es wird ein Kampf um diese Liga. Der HSV hat immer noch etwas Besonderes, etwas Magisches.“ Doch allein das wird keine Spiele gewinnen. Das weiß auch die sportliche Leitung unter Stefan Kuntz. „Mal schauen, wie viel Gegenwind der HSV in der Bundesliga aushält“, sagt Schweinsteiger deshalb.
