„In vielen Dingen hinterher“: U21-Coach Anderer ordnet HSV-Krise ein
Die U21 des HSV kann bislang noch nicht wirklich viele Erfolge in der Regionalliga-Nord vorweisen. Nach sechs Spielen steht lediglich ein Sieg und ein Unentschieden zu Buche. Vier Niederlagen hagelte es zu Saisonbeginn. Nur vier Pünktchen und Tabellenplatz 16 lautet das Fazit daraus. Nach der klaren 0:4-Niederlage gegen den SV Meppen am vergangenen Wochenende stellte Trainer Lukas Anderer klar, dass die aktuelle Leistungen nicht ausreichen. „Wir merken es jetzt schon über die letzten Spiele hinweg, dass wir gerade den anderen Mannschaften in vielen Dingen hinterher sind. Das gehört zum Teil auch dazu – denn das ist auch unsere Welt. Wir haben nun mal eine sehr junge Mannschaft, die sich erst daran gewöhnen muss“, analysierte er gegenüber „Transfermarkt.de“. „Für viele Spieler ist es das erste Regionalliga-Jahr. Und trotzdem kriegen wir die Sachen, die wir im Prozess trainieren und auch sehen wollen, nicht auf die Platte, und werden in Duellen teilweise auch noch zu einfach weggearbeitet.“
Diese Themen will der 34-Jährige in der kommenden zeit ganz klar angehen. „Dann darf man sich halt nicht auf den Rücken legen, sondern muss eine Haltung entwickeln, die dagegen angeht und diesen Prozess antreiben will. Das wird eine der Aufgaben sein“, nimmt er seine Mannschaft in die Pflicht. „Wir wussten, dass Meppen im Pressing sehr giftig ist. Wenn man dann mit ein paar Niederlagen kommt, hat man nicht unbedingt das größte Selbstbewusstsein, dagegen anzuspielen. Das darf keine Ausrede sein.“ Es sind die Details, die Anderer derzeit stören. „Man hat den Jungs schon angemerkt, dass sie eine Freilaufbewegung machen – und es dabei belassen. Es war eben nicht dieser unbedingte Wille, sich freizulaufen, angespielt zu werden und den Ball haben zu wollen“, erklärt er.
„Es war eher die Haltung: ‚Dann kriege ich ihn halt nicht.‘ Da müssen wir ran, weil ganz viele Teams in der Liga Mann gegen Mann spielen. Da müssen wir andere Lösungen finden“, nimmt Anderer auch sich in die Pflicht. „Das ist am Ende ja auch vielleicht eine Stärke von uns, zu sagen: Wir haben gute Kicker und wollen zocken. Aber wenn du es nicht auf den Platz kriegst, ist es schwer.“ Er glaubt, dass sich die Saison durchaus noch zum Positiven wenden kann. „Wir haben richtig gute Voraussetzungen, eine gute Kabine und eine Gruppe mit einer positiven Einstellung, die sehr lernwillig und wissbegierig ist. Diese Faktoren werden uns sicherlich helfen.“
