„Gegen den HSV kein Favorit“: Union-Urgestein ersetzt gesperrten Baumgart
Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub HSV fehlt Steffen Baumgart. Der Trainer von Union Berlin muss am Sonntag (19.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) wegen einer Sperre auf der Tribüne sitzen. Sein Vertreter auf der Bank wird Sebastian Bönig sein. Der 44-jährige gebürtige Bayer ist ein echtes Urgestein der Köpenicker, war von 2005 bis 2009 Spieler bei Union und ist seit 2012 Coach im Verein, bereits seit 2014 als Co-Trainer der Profis. „Es ist das erste Mal für mich in dieser Funktion, es ist eine neue Situation für mich”, sagte Bönig auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Berlin. „Jedes Spiel für Union ist ein besonderes für mich.“ Zu Baumgarts Fehlen gegen den HSV sagte er: „Es ist für ihn schade, das enttäuscht ihn am meisten. Wir werden versuchen, das bestmögliche Ergebnis für ihn zu erzielen.“

Zum Spiel sagte der Interims-Chefcoach: „Wir gehen defintiv nicht als Favorit in dieses Spiel. Wir wissen um die Stärken des HSV, sie können uns mit ihrer Schnelligkeit immer wieder wehtun. Wir waren zuletzt anfällig in der Defensive – und sehr, sehr stark in der Offensive.“ Und wo genau wird sich Baumgart während der 90 Minuten aufhalten? Bönig: „Lasst euch überraschen!“ Tipps vom Chef sind bei ihm herzlich willkommen: „Steffen wird uns mit allen Informationen versorgen, die ihm zur Verfügung stehen.“
Baumgart hatte in Frankfurt zunächst eine Mittelfinger-Geste in Richtung Spielfeld gezeigt, anschließend wegen Meckerns die Gelbe Karte erhalten und wurde schließlich nach dem Schießen einer Papierkugel mit Rot des Innenraums verwiesen. Gegen den HSV darf er weder unmittelbar vor noch unmittelbar nach der Partie Kontakt zu seiner Mannschaft aufnehmen.
