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Welche HSV-Entscheidungen Polzin „brutal schwer“ gefallen sind

Als Cheftrainer des HSV muss Merlin Polzin regelmäßig schwierige Entscheidungen treffen. Vor allem mit Blick auf den Kader scheut der Übungsleiter vor keiner unromantischen Maßnahme zurück: Polzin versetzte kurz nach Amtsantritt Allzweckwaffe Moritz Heyer in die U21, sortierte Sebastian Schonlau aus, lässt Fanliebling Robert Glatzel auf der Bank schmoren. Leicht fallen ihm diese Entscheidungen aber nicht, wie Polzin dem „kicker“ versicherte: „Menschlich ist das schwer, brutal schwer sogar.“ Beispiel Schonlau: „Er hatte über Jahre, sportlich und menschlich, einen unfassbaren Wert. Gleichzeitig muss ich in meiner Position und mit meinem Trainerteam definieren, wie unser Weg aussehen soll“, skizzierte Polzin seinen Konflikt und führte aus: „Es ist am Ende unsere Aufgabe, Voraussetzungen zu schaffen, von denen wir überzeugt sind, um damit den HSV in der Bundesliga zu etablieren. Deshalb muss ich trennen können zwischen dem menschlichen und dem sportlichen Aspekt und will das auch gar nicht beklagen. Ich mache diesen Job ja auch, weil ich gern Entscheidungen treffe.“