„War nicht weit weg“: An diesen Wechsel dachte Ex-HSV-Juwel Arp
Nach vielen Jahren voller Trubel im deutschen Profifußball sah Fiete Arp im vergangenen Sommer den Moment gekommen, eine ganz neue Erfahrung zu machen. Nach dem Abstieg mit Holstein Kiel strebte der ehemalige HSV-Stürmer einen Transfer ins Ausland an und machte sich viele Gedanken. Dabei kam Arp auch in den Sinn, möglicherweise nach Australien zu wechseln. „Es war eine Idee. Das war nicht so weit weg“, verriet der gebürtige Bad Segeberger nun im Podcast „Copa TS“. „Aber ich bin ein Einzelkind, und meiner Mutter es anzutun, dass ich nach Australien gehe, hätte ich nicht über das Herz gebracht.“ Irgendwann in der Zukunft doch noch nach Down Under zu gehen, behalte er aber im Hinterkopf. Man darf nicht vergessen, dass Arp erst 25 Jahre alt ist und noch viele Karrierejahre vor sich hat. Derzeit fühlt er sich aber dort wohl, wohin es ihn im Sommer schließlich zog: zu Odense BK in die dänische erste Liga.
„Der Mensch Fiete Arp ist in Dänemark besser aufgehoben als dort, wo ich in den letzten Jahren war – ob es jetzt Kiel, München oder Hamburg war“, sagt der Stürmer, der im Sommer 2019 vom HSV zum FC Bayern gewechselt war. Damals wurde Arp als riesiges Talent behandelt, er wurde gehypt, konnte die riesigen Erwartungen aber nicht erfüllen. Auch deshalb tut ihm die Ruhe in Dänemark derzeit gut. „Für meine Lebenssituation bin ich dort, wo ich jetzt bin, besser aufgehoben“, findet er. „Dementsprechend fühle ich mich auch auf dem Platz wieder ein bisschen wohler. Das eine spielt immer mit dem anderen zusammen. So, wie es jetzt gerade ist, bin ich echt froh, dass ich den Schritt gemacht habe.“ Bei Odense bringt er es bisher auf sechs Tore und drei Vorlagen in 17 Pflichtspielen, einmal war er sogar der Kapitän.
Und wie denkt Arp langfristig über seine Karriere? „Meine Träume oder Wünsche beziehen sich mehr auf Bereiche außerhalb des Sports“, so der Ex-Hamburger. „Er wolle nach viel Trubel um seine Person in den vergangenen Jahren erst mal das genießen, was er gerade erlebe. „Es ist eigentlich eine geile Position, in der ich mit 25 Jahren sein kann“, schätzt sich Arp glücklich – und fordert von sich selbst: „Das sollte man im richtigen Augenblick eine Sekunde einwirken lassen und nicht immer an den nächsten Tag denken.“
