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Ailton über HSV-Wechsel: „Habe die ganze Nacht nicht geschlafen“ 

Bei Werder Bremen gehört Ailton zu den Vereinslegenden. Zwischen 1998 und 2004 erzielte der Brasilianer in 214 Einsätzen 106 Tore. Umso brisanter war die Entscheidung des ehemaligen Stürmers im Januar 2006, Besiktas Istanbul zu verlassen und sich leihweise dem HSV anzuschließen. „Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, als ich darüber nachgedacht habe“, erinnert sich Ailton im Gespräch mit dem „kicker“, „doch meine Situation in Istanbul war schwierig – und das war einfach eine gute Chance, um nach Deutschland zurückzukehren und dort vielleicht zu bleiben.“ Verbrannt war er damit für den Bremer Anhang jedoch nicht: „Die Werder-Fans waren immer an meiner Seite, egal, wo ich gespielt habe – dafür liebe ich sie. Selbst als ich mit dem HSV auf Werder getroffen bin im letzten Saisonspiel, gab es bei meinem ersten Ballkontakt nicht einen Pfiff. Da wusste ich: Das ist positiv.“ Aus sportlicher Sicht blickt Ailton mit gemischten Gefühlen auf sein HSV-Engagement zurück: „Es war ok“, bilanzierte der heute 52-Jährige trocken. „Ich habe mir damals nach dem dritten Spiel meinen Kiefer gebrochen, ich musste mehrere Wochen pausieren. Und als ich wieder in Form kam, war die Saison schon wieder vorbei.“ Insgesamt schoss Ailton in 13 Einsätzen für den HSV drei Tore.