„Unfassbare Frechheit“: Wirbel um Rote Karte für Ex-HSV-Profi
Zum Abschluss der Hinrunde kochten die Emotionen in der zweiten Liga nochmal hoch: Am Freitagabend musste Hertha BSC im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld tief in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleichstreffer hinnehmen (90.+6). Zu diesem Zeitpunkt war die „Alte Dame“ allerdings nur noch zu zehnt, weil Ex-HSV-Profi Toni Leistner in der 85. Minute für eine vermeintliche Notbremse die Rote Karte gesehen hatte – zu unrecht, wie die Berliner nach Abpfiff mit teils deutlichen Worten befanden: „Ich finde diese Entscheidung eine unfassbare Frechheit“, sagte etwa Cheftrainer Stefan Leitl. „Für mich ist es ein Foul, aber ein kleines Foul, kein taktisches Foul. Es ist keine kontrollierte Situation, dass die Bielefelder in Form von Young allein aufs Tor laufen, sondern sie sind 30 Meter vom Tor weg.“ Kapitän Fabian Reese nannte die Entscheidung des Hamburger Schiedsrichters Jarno Wienefeld „fragwürdig“, während Paul Seguin seine Kritik vor allem in Richtung des Video-Assistenten richtete: „Man darf Fehler machen. Aber wenn man da im Keller sitzt, muss man einfach eingreifen. Wenn das eine Rote Karte ist, dann brauchen wir keinen Fußball mehr spielen.“ Durch das Remis verpasste die Hertha einen noch größeren Satz Richtung Aufstiegsplätze und beendet die Hinrunde mit 28 Zählern.
