Uhr -

Wirbel um Ex-Boss Stefan Kuntz: So reagiert HSV-Trainer Polzin

Es war zu erwarten, dass es auf der Spieltagspressekonferenz des HSV nicht nur über das Personal und das anstehende Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Dienstag (20.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gehen würde. Stattdessen war auch Stefan Kuntz am Montagnachmittag ein Thema. Der Ex-Sportvorstand sieht sich schwerwiegenden Vorwürfen ausgesetzt, die zu seinem Aus im Volkspark geführt haben. Der Aufsichtsrat des HSV hatte sich bereits in Form einer Stellungnahme geäußert – Pressesprecher Philipp Langer wusste aber, dass auch Cheftrainer Merlin Polzin vermutlich auf diese Thematik angesprochen werden würde. Deshalb sagte er zu Beginn der PK auf dem Podium: „Trotz des nachvollziehbaren Interesses bitte ich, zu respektieren, dass es sich um eine sportliche Pressekonferenz vor dem Spiel handelt. Dem Aufsichtsrats-Statement ist vorerst nichts weiter hinzuzufügen.“ Anschließend wandte sich Langer direkt an Polzin: „Dennoch antizipiere ich zumindest eine Frage, die zumindest in deine Richtung geht, Merlin – inwieweit die Thematik das Team beschäftigt.“

Daraufhin bezog Polzin kurz Stellung zum Fall Kuntz. „Wir haben natürlich darüber gesprochen bzw. es ist in der Mannschaft irgendwie ein Thema. Wir haben es nicht noch mal explizit angesprochen, weil mein Motto oder Credo ist, dass wir uns auf die Dinge fokussieren, die wir beeinflussen können“, so der 35-Jährige. „Das ist die Arbeit auf dem Platz und im Videoraum. Das haben wir maximal professionell getan, um es morgen Abend vom Ergebnis und von der Leistung her besser zu machen als am vergangenen Wochenende.“ Da verlor der HSV mit 1:2 in Freiburg.

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz erklärte Polzin noch einmal: „Dem Statement (des Aufsichtsrats; d. Red.) ist nichts mehr hinzuzufügen. Es ist in dem Fall auch nicht meine Aufgabe. Die Mannschaft nehme ich als sehr wach wahr, was das Spiel morgen angeht.“