„War krass!“ HSV-Profi über Hasskommentare im Netz
Für ihn war es kein leichter Start beim HSV. Innenverteidiger und Sommerneuzugang Jordan Torunarigha hatte zu Beginn der Saison einige Probleme auf dem Platz. Besonders beim Hinrunden-Stadt-Derby (0:2) hatte er keine besonders gute Figur gemacht. Danach warf ihn auch noch eine Verletzung an der Achillessehne zurück. Mittlerweile ist der 28-Jährige aber wieder dabei und in der Defensive neben Nicolas Capaldo und Luka Vuskovic gesetzt. Im Interview mit dem „Hamburger Abendblatt“ hat er nun auf sein erstes halbes Jahr beim HSV zurückgeblickt. „Als ich das erste Mal hier gespielt habe, war ich beeindruckt und hatte Herzrasen. Die Fans sind im Vergleich zu Belgien schon echt verrückt“, so Torunarigha. Das hat aber nicht nur Vorteile, findet der Deutsch-Nigerianer. In Belgien wäre es demnach zwischen den Spielen etwas ruhiger gewesen. „Da hat es keinen interessiert, wenn man mal ein schlechtes Spiel macht“, erklärt der Innenverteidiger, der im Sommer von KAA Gent kam. „Das ist hier anders, wenn ich beispielsweise an die Kommentare nach dem ersten Heimspiel gegen St. Pauli denke. Das war schon krass“, ergänzte er. Im Netz hatte der HSV-Profi nach der Stadt-Derby-Pleite viele Hasskommentare bekommen. „Ich kann die Erwartungen der Fans verstehen, aber ich musste mich erst einmal wieder an das hohe Tempo in der Bundesliga gewöhnen und wusste, dass es etwas dauern wird“. Mittlerweile hat Torunarigha sich an das Tempo im deutschen Oberhaus gewöhnt und steht gegen den FC Bayern (Samstag, 18.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) wohl vor dem zehnten Startelf-Einsatz in dieser Saison.
