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Gelb-Rot-Zoff: Auch Ex-Schiri Gräfe übt deutliche Kritik

Es war das brennende Thema nach dem 1:1 zwischen dem HSV und Mainz 05: Hätten die vorbelasteten Mainzer Dominik Kohr und Silas nach ihren erneuten gelbwürdigen Vergehen vom Platz gestellt werden müssen? Geht es nach Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe, ist die Sachlage klar: Beide Spieler hätten vom Unparteiischen Dr. Robin Braun die Ampelkarte sehen müssen. Das erste Foul von Silas gegen Warmed Omari (12.) sei „zwingend Gelb“ gewesen, sagte der 52-Jährige der „Sport Bild“. „Und wenn ich dann eine solche Gelbe Karte produziert habe, kann ich nicht in einer weiteren Situation wieder mit den Stollen voraus den Gegner derart treffen. Das ist dann zwingend Gelb-Rot, weil ein solches Verhalten gesundheitsgefährdend und nicht zu akzeptieren ist.“ 

Lässt der Referee den Spielern hingegen eine solch lange Leine, würden die Spieler allerdings merken: „Der Schiedsrichter will heute nicht, und dann gehe ich weiter so rein.“ So etwa Kohr, dessen Foul vor der Gelben Karte gegen Nicolás Capaldo (45.+1) Gräfe zwar als „ein bisschen umstritten“ bezeichnet, „aber wenn man schon Gelb hat, dann auch mit den Stollen voraus so gegen den Gegner agiert, zu spät kommt und eben nicht den Ball trifft, sondern den Gegner“, wie in der 53. Minute gegen Miro Muheim geschehen, „dann ist das auch zwingend Gelb-Rot.“ In Summe hätten die Gastgeber das Spiel also mit zwei Mann weniger beenden müssen. Gräfe: „Hier hatten die Mainzer sehr viel Glück gegen den HSV.“