„Ganze Gebäude hat gezittert“: Ex-HSV-Keeper musste nach Angriffen aus dem Iran fliehen
Die Angriffe im Iran erschütterten kürzlich die ganze Welt. Auch ein ehemaliger Torwart vom HSV erlebte den eskalierenden Nahost-Konflikt hautnah mit. Marko Johansson, der von 2022 bis 2024 beim HSV unter Vertrag stand, spielt mittlerweile beim iranischen Meister Tractor FC. In der „Bild“ berichtet er, wie er beim Teamfrühstück mitbekommen habe, dass die iranische Hauptstadt Teheran attackiert wurde. „Es wurde schnell klar, dass wir das Land am besten verlassen sollten“, so Johansson. „Kurz danach hat uns der Trainer zusammengerufen und uns gesagt, dass der Klub uns bei allem unterstützen würde.“

Im Hotel auf dem Trainingsgelände habe es dann plötzlich einen „Riesen-Schlag“ gegeben. „Das ganze Gebäude hat gezittert“, berichtete Johansson. „Wir sind vor Schreck aufgesprungen und wussten nicht, wo wir hinsollten.“ Nur sechs Kilometer entfernt sollen die Luftangriffe eingeschlagen sein. Für die Spieler ging es dann schnell: „Innerhalb weniger Minuten stand ein Auto für uns bereit, mit dem wir zur türkischen Grenze gewahren wurden. Die Fahrt dauerte fünf Stunden, während derer wir gesehen haben, wie die Iraner Raketen für den Gegenschlag vorbereitet haben.“ Nun sei Johansson zusammen mit seiner Frau und zweieinhalbjährigen Tochter zu Hause in Schweden. Auch seine ausländischen Teamkollegen seien zu ihren Familien gebracht worden. Johansson verfolge nun die Nachrichten, während sein Berater sich um seinen Vertrag kümmere.
Als Hamburger absolvierte Johansson sieben Spiele, kassierte dabei fünf Gegentore. Während seiner Zeit beim HSV wurde er zum VfL Bochum, zum schwedischen Halmstads BK und zu Hansa Rostock verliehen, ehe er zu Eintracht Braunschweig wechselte. Von dort aus führte sein Weg 2025 dann in den Iran.
