Vor dem HSV-Topspiel: DFB leitet Verfahren gegen Kölner ein
Beim nächsten HSV-Gegner 1. FC Köln (Samstag, 18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) geht es zurzeit sowohl auf als auch neben dem Platz heiß her. Die Rheinländer sind in den vergangenen Wochen immer weiter in den Abstiegskampf hineingerutscht und haben nur zwei Siege aus den letzten 16 Spielen geholt. Nun hat sich auch Stadionsprecher Michael Trippel einen Aussetzer geleistet. Auf den VAR-Einsatz, der beim 1:2 gegen den BVB zum Platzverweis für Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey geührt hatte, reagierte der 71-Jährige am Stadion-Mikrofon mit den Worten: „Pfui! Wiederlich!“ Aber damit nicht genug, denn als dem Dortmunder Yan Couto in der Nachspielzeit der Ball an den Arm sprang und es keinen Elfmeter für Köln gab, setzte Trippel noch einen drauf: „Ich werde wahrscheinlich richtig Ärger kriegen, aber ich muss es loswerden: In der 95. Minute gab es ein klares Handspiel im Dortmunder Strafraum und das guckt sich noch nicht mal einer an.“ Es sind Aussagen, die dem DFB überhaupt nicht gefallen haben.
Wie die „Bild“ berichtet, hat der Verband ein Verfahren gegen den Kölner Stadionsprecher eingeleitet. Gegenüber der „Bild“ erklärte der DFB: „Wir missbilligen die Äußerungen des Stadionsprechers des 1. FC Köln entschieden und halten sie für inakzeptabel. Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten.“ Trippel hat sich mittlerweile für seinen Aussetzer entschuldigt.
