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Das sagt Toni Kroos zum Union-Aus von Ex-HSV-Trainer Baumgart

Die Brüder Toni (36) und Felix Kroos (35) pflegen ein gutes Verhältnis zu Steffen Baumgart. Deshalb drückten sie dem HSV auch zwischendurch mal die Daumen, als der 54-Jährige von Februar bis November 2024 im Volkspark als Cheftrainer arbeitete. Nach Baumgarts Aus in Hamburg begann Toni Kroos dann von Neuem mit seinen Sticheleien gegenüber dem HSV, für den er grundsätzlich nichts übrig hat. Und Baumgart? Der wurde am vergangenen Wochenende beim 1. FC Union Berlin entlassen – nach gut 15 Monaten im Amt. In der neuen Folge ihres Podcasts „Einfach mal luppen“ äußerten sich die Kroos-Brüder zur Trainerentscheidung bei Felix' Ex-Klub Union.

Der jüngere Kroos-Bruder blickt aufgrund seiner fußballerischen Vergangenheit noch etwas genauer auf die Lage bei den Köpenickern – und sagt über Baumgarts Ende: „Das ist natürlich nicht schön, wir haben ja eine enge Verbindung zu Baumi. Das ist dann immer ein trauriger Moment, das zu sehen – obwohl wir die Sachen ja sportlich bewerten.“ Und vor diesem Hintergrund sei die Entlassung „irgendwo gerechtfertigt“, findet Kroos, denn unter Baumgart hätten die Berliner im Abstiegskampf zuletzt lediglich zwei von 14 Partien gewonnen. „Deshalb glaube ich, dass man lieber jetzt handelt, als wenn es noch mal richtig hinten reingeht.“ Am Samstag verlor Union das erste Spiel unter Baumgarts Nachfolgerin Marie-Louise Eta mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg und verpasste die Chance auf einen Befreiungsschlag.

Die Podcast-Folge war bereits zuvor aufgezeichnet worden, und Toni Kroos hatte über die „Eisernen“ gesagt: „Ich kann gerade nicht einschätzen, wie sie gespielt haben zuletzt. Ich kenne die internen Tendenzen nicht, da spielt ja immer viel mehr mit rein.“ Der Ex-Nationalspieler hielt sich deshalb mit klaren Bewertungen zurück und meinte, dass man Trainerentlassungen als Außenstehender akzeptieren und respektieren müsse: „Ich maße mir in dem Fall gar keine Beurteilungen an.“ Die Tabellensituation hätte es aus Kroos’ Sicht aber eher nicht hergegeben, Baumgart zu entlassen. Zumal er Union vor der Saison als klaren Abstiegskandidaten gesehen habe, die Lage aktuell aber nicht so schlimm sei. Der ehemalige Mittelfeldmann von Real Madrid glaubt nicht, dass die Berliner noch mal ernsthaft in die Bredouille geraten. Zumindest sagte er vor der Union-Pleite gegen Wolfsburg: „Ich sehe die Gefahr des Abstiegs nicht.“