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Karriereende? Das plant Ex-HSV-Profi Leistner nach seinem Hertha-Aus

Für Toni Leistner wird es am kommenden Wochenende das letzte Pflichtspiel für Hertha BSC sein. Wenn er gegen Arminia Bielefeld überhaupt zum Einsatz kommt. Ansonsten war sein Kurzeinsatz gegen die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag bereits sein letztes Berliner Hurra. Wie die Hauptstädter vorher bekannt gegeben hatten, wird Leistner die Hertha am Saisonende verlassen. „Wehmut ist auf jeden Fall dabei, trotzdem auch extrem viel Stolz. Hier die Fahne zu repräsentieren, als Spieler, als Kapitän, das hat mich extrem stolz gemacht. Wenn man so wie ich empfangen wurde bei einem Verein und dann jetzt so geht, kann man nicht so viel falsch gemacht haben“, resümierte er seine Zeit bei der alten Dame gegenüber dem „Kicker“.

Es sei „natürlich Enttäuschung da, weil ich den Verein ins Herz geschlossen habe. Aber der Verein hat mir das erklärt, und ich stelle mich dann auch nicht hin und versuche, den Verein zu überzeugen“. Leistner ist mit seinen 35 Jahren einer der erfahrensten Spieler im Berliner Kader. „Die Entscheidung steht dann, und das ist im Fußball so. Da kann von heute auf morgen alles ganz anders aussehen.“ Dennoch habe sich die Trennung im Vorfeld „nicht angedeutet“.

Trotz seines vergleichsweise hohen Alters kann sich Leistner dennoch vorstellen, auch weiterhin noch professionellen Fußball zu spielen. „Wenn ich jetzt die Saison Revue passieren lasse, an wie vielen Zu-null-Spielen ich beteiligt war, wenn ich von Anfang an gespielt habe, fand ich eigentlich, es war für mich persönlich eine ganz gute Saison“, erklärt der Innenverteidiger. Und fügt hinzu: „Wenn ich dann noch sehe, dass der Körper komplett mitmacht – ich habe nicht eine Einheit verletzungsbedingt verpasst –, denke ich schon, dass noch was im Tank ist. Aber das muss ich die nächsten Wochen erst einmal alles sortieren und mit meiner Frau sprechen, was noch alles drin ist.“ Die Familie stehe im Vordergrund. „Wir haben eine schulpflichtige Tochter, die andere wird jetzt im Sommer eingeschult. Da ist die Planung nicht mehr so einfach wie bei einem Spieler, der keine Kinder hat.“