„Immer noch verletzt von dieser Scheiße“: Ex-HSV-Star Onana erzählt emotionale Story
Amadou Onana gehört nach wie vor zu den größten Talenten, die jemals beim HSV gespielt haben. Zumindest gemessen an der Ablösesumme, die er später einmal einbringen konnte. Für 59,35 Millionen Euro wechselte Onana 2024 vom FC Everton zu Aston Villa, auch der HSV verdiente an dem Deal mit.
Der Weg zum Ausnahmeprofi war für den mittlerweile 24-Jährigen jedoch alles andere als einfach. In „The Players Tribune“ erzählte Onana seine beeindruckende und emotionale Geschichte. Er selbst teilte das Interview via Instagram mit den Worten: „Eine der besten Konversationen meines Lebens.“ Der geborene Senegalese zog mit elf Jahren und einem großen Traum nach Belgien: Fußballprofi zu werden. Es war sein großer Wunsch, dem seine Mutter irgendwann nicht mehr standhalten konnte. Bis sie nachgab und zustimmte, fragten Onana und sein älterer Bruder nach dem Umzug nach Belgien. Seine Mutter habe alles aufgegeben, um seinen Wunsch ermöglichen zu können.
Die Beziehung zu seinem Vater beschreibt Onana als „schwierig“. „Es ist eine komplizierte Geschichte. Lass uns sagen, da sind immer noch eine Menge Narben“, erklärte er in „The Player Tribune“. „Ich bin immer noch verletzt von dieser Scheiße, das kann ich nicht abstreiten“, schob er hinterher. Sein Großvater habe die Rolle seines „richtigen Vaters“ übernommen und schließlich eingewilligt, dass er zusammen mit seiner Schwester und seiner Mutter nach Belgien gehen kann. Auch dort begann seine Zeit nicht wie erwünscht. Seine ältere Schwester sei zu seinem „Engel“ geworden, habe ihn zum Training gefahren und ihn unterstützt. Trotz ihrer Krebs-Diagnose sei sie nach wie vor für ihren Bruder da gewesen und habe ihn trotz seiner fehlenden Spielzeit in Belgien bei Topklubs angeboten. „Im Spam-Ordner von jedem Topklub in Europa ist eine E-Mail von meiner Schwester. Real Madrid, Barcelona, Real Betis, Wolverhampton, Burnley. Alle.“ Bis schließlich die TSG Hoffenheim auf ihn aufmerksam wurde. Dort begann seine beeindruckende Karriere mit Zwischenhalt beim HSV von 2020 bis 2021. Der Rest ist Geschichte …
